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Rinteln Stadt Richter beenden Züchterkarriere
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19:50 07.12.2012
Diese Sammlung wird der Züchter Gerhard Hielscher nicht mehr vergrößern. Auf das Blaue Band ist er besonders stolz. Quelle: sig
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Krainhagen

In Krainhagen gab es jedenfalls wegen des Hähnekrähens einen Dauerstreit, der schließlich gerichtlich entschieden werden musste.

Das Ergebnis war für den Besitzer der Hühnerschar, Gerhard Hielscher, sehr enttäuschend. Er musste seine Hähne wohl oder übel abschaffen. Ein Vierteljahrhundert hatte er Hühner gezüchtet und sich mit ihnen sogar sehr erfolgreich an Ausstellungen beteiligt.

Vor acht Jahren bekam er einen neuen Nachbarn, der am Anfang sogar bei ihm Eier kaufte. Vier Jahre später änderte sich das nachbarschaftliche Verhältnis; das Krähen der Hähne wurde nunmehr als störend empfunden. Der Landkreis gab dem Beschwerdeführer Recht, da es sich um ein allgemeines Wohngebiet handelt. Dort ist es zwar nicht verboten, Hühner zu halten, aber eben nicht ihre männlichen Artgenossen.

Gerhard Hielscher als Eigentümer des Federviehs konnte darauf verweisen, dass sein Haus mit den dazu gehörenden Stallungen in einer sogenannten Nebenerwerbssiedlung errichtet worden ist. Damals sei die Tierhaltung nicht nur erwünscht, sondern für diesen Bereich sogar vorgeschrieben gewesen, argumentiere der Züchter. Das war noch zu einer Zeit, in der Krainhagen ein selbstständiges Dorf war und nicht zur Bergstadt gehörte.

Zeitweilig besaß Hühnerzüchter Hielscher sogar bis zu zwölf Hähne und an die 30 Hennen. Im Jahresdurchschnitt allerdings behielt er für die Zucht nur zwei bis drei Hähne. Die Umwandlung zu einem allgemeinen Wohngebiet bedeutete das endgültige Aus für die Hähne.

Mit diesem Vorgang beschäftigten sich in der Zwischenzeit mehrere gerichtliche Instanzen. Endstation war das Oberwaltungsgericht in Lüneburg. Es ließ keine Berufung mehr zu und entschied, dass die Hähne abgeschafft werden müssen. Andernfalls droht ein Zwangsgeld.

Züchter Gerhard Hielscher musste sich fügen. Damit ist natürlich auch Schluss mit seiner züchterischen Arbeit, die ihm in der Vergangenheit viele Erfolge bescherte, wie Bänder, Pokale und das selten vergebene „Blaue Band“ bezeugen.

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