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Rinteln Stadt Rinteln darf Weihnachtsbeleuchtung behalten
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Rinteln darf Weihnachtsbeleuchtung behalten
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09:19 27.09.2018
Der Brandschutzbeauftragte des Landkreises moniert die Seile, an denen die Weihnachtsbeleuchtung befestigt wird: Sie überspannen die Straße und behindern so die Feuerwehr. Quelle: tol
Rinteln

Die Weihnachtsbeleuchtung des Rintelner Adventszaubers ist seit Jahrzehnten ein prägendes Bild für Alt und Jung.

Die Weserstadt ohne die traditionellen Girlanden, die von Haus zu Haus hängen, wäre für viele unvorstellbar. Doch es drohte ein Schreckensszenario: Wegen des Brandschutzes sollten die wunderschönen Ketten in den Kisten bleiben.

Beleuchtung störte bei Löscharbeiten

Bei der Jahresversammlung vom Stadtmarketingverein Pro Rinteln gab der Vorsitzende Stefan Reineking aber Entwarnung: „Wir haben eine Lösung gefunden. Die Rintelner werden auch in dieser Weihnachtszeit auf die Beleuchtung nicht verzichten müssen.“

Bei einem Einsatz der Rintelner Ortsfeuerwehr vor gut zwei Jahren gab es Probleme. Die Weihnachtsbeleuchtung störte bei den Löscharbeiten. Daraufhin schaltete sich der Brandschutzbeauftragte des Landkreises ein und bemängelte die Anbringung der Rintelner Weihnachtsbeleuchtung.

Die Seile, die die Straßen überspannen und an denen die Beleuchtung angebracht wird, seien nicht zu erkennen. Ein Vorschlag, die Seile auszudünnen und nur noch jeweils drei Ketten auf Kloster- und Weserstraße aufzuhängen, wurde von Pro Rinteln abgelehnt. „Da hätte die Wirkung stark drunter gelitten“, so Reineking.

Der Vorstand des Stadtmarketingvereins tagte mit Ortsbrandmeister Thomas Blaue und Stadtjurist Joachim Steinbeck und es wurde für alle Seiten eine gute Lösung gefunden. Die Ketten werden zunächst wie gewohnt befestigt. Bei der Demontage werden die Seile gekappt und 2019 mit einer anderen Technik neu angebracht. „Da schweben uns Karabinerhaken vor“, verrät Reineking.

Nachfolger für Draisinen-Betrieb gesucht

Das zweite Schwerpunktthema, mit dem sich Pro Rinteln befassen muss, sind die Draisinen. Die Tour von Rinteln bis nach Alverdissen ist ein Erfolgsmodell, wird von den Leuten gut angenommen. Mittlerweile ist der Draisinen-Bestand dank der Verkehrsbetriebe Extertal als Eigentümerin komplett auf E-Draisine umgestellt worden.

Allerdings ist der Vertrag vom Draisinenbetreuer zum Jahresende gekündigt worden. Momentan sucht der Stadtmarketingverein nach einer geeigneten Nachfolgelösung. ,,Da laufen zurzeit die Gespräche“, verrät Reineking.

Bei den Wahlen wurde der Vorstand um Reineking und Geschäftsführer Dirk Ackmann für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt. Gegenkandidaten gab es keine. Auch die Beisitzer Stefan Meyer, Stefan Brendel, Jörg Reinecke, Ansgar Haverkamp und Klaus Peters wurden wiedergewählt. Karl-Heinz Frühmark und Susanne Steinbeck sind Kassenprüfer.

Mahnende Worte

Ackmann gewährte einen Blick auf das Zahlenwerk. Es wurde fast eine schwarze Null erreicht. Einnahmen von 352.000 Euro standen Ausgaben in etwa gleicher Höhe gegenüber. Der Stadtmarketingverein verfügt über ein Guthaben.

Eine Mahnung sprach Reineking aber noch an die Fraktionen im Stadtrat aus. „Die Vorgehensweise zum Thema Brückentor hat uns sehr missfallen. Wir haben die Befürchtung, dass so Investoren abgeschreckt werden, um in Rinteln zu investieren. Da müsste der Rat in Zukunft vorsichtiger agieren“, gibt Reineking den Ratsleuten mit auf den Weg.

Denn ohne zusätzliche Investitionen in der Innenstadt sei der Standort Rinteln ernsthaft gefährdet.

von Sebastian Blaumann