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Rinteln Stadt Rinteln soll freundlich zu Bienen sein
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Rinteln soll freundlich zu Bienen sein
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00:19 09.09.2017
Quelle: PR.
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RINTELN

"Wildbienen zählen damit zu einer der am meisten gefährdeten Tiergruppen in Niedersachsen. Imker meldeten im vergangenen Jahr Verluste bei den Honigbienen von bis zu 50 Prozent", berichtet Christoph Ochs, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rintelner Stadtrat.

Außer dem Wert als Lebewesen an sich spielten Bienen und andere Bestäubungsinsekten aber auch eine entscheidende Rolle im Ökosystem. In Europa seien etwa 150 unterschiedliche Nutzpflanzen und rund 80 Prozent der Wildpflanzen abhängig von der Bestäubung durch Insekten. „Sie erbringen dadurch einen enormen ökologischen und ökonomischen Nutzen“, erläutert Ochs weiter.

Das soll künftig nicht ohne Folgen bleiben: Die Grünen fordern in einem Antrag an den Rat die Stadt auf, einen „Aktionsplan bienenfreundliches Rinteln“ zu erstellen.

Nicht jede Rasenfläche müsse kurz gemäht werden

„Entscheidend hierbei ist es, den Insekten Lebensräume zu erhalten und zu schaffen“, so Uta Fahrenkamp von der Grünen-Fraktion. Nicht jede Rasenfläche müsse kurz gemäht werden, und auf Wegerändern, Grünflächen und Wiesen soll es blühen, damit die bedrohten Insekten überhaupt Nahrung finden können. Bei allen Anpflanzungen soll künftig auf Bienenfreundlichkeit geachtet werden.

Hinzu kommt: Über die Bedeutung des Bienenschutzes soll die Stadt durch Angebote in Schulen, Kindergärten und auf ihrer Homepage sowie durch Vorträge informieren. In die Erarbeitung des Aktionsplans sollen nach dem Willen der Grünen die örtlichen Akteure wie Imkerverein und Nabu einbezogen werden.

„In einigen Regionen Chinas werden die Apfelbäume per Hand bestäubt – so weit darf es bei uns nicht kommen“, so Fahrenkamp. „‚Wenn die Biene stirbt, stirbt der Mensch’, sagte schon Albert Einstein. Wir sollten seine Mahnung ernst nehmen“, ergänzt Grünen-Ratsherr Dietmar Vogt. r

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