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Rinteln Stadt Rintelner AfD-Stadtverband vor der Gründung
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00:16 10.02.2016
Wilhelm von Gottberg referiert über Kommunalpolitik. Er ist Bürgermeister von Schnega.  Quelle: pr.
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Rinteln

Gottberg gilt als wertkonservativ. 40 Jahre war er CDU-Mitglied, dann ist er ausgetreten. Er ist Vizepräsident des Bundes der Vertriebenen, bis zur Pensionierung Lehrer für Staats- und Verfassungsrecht an der Polizeifachschule des Bundesgrenzschutzes. Die meisten seiner rund 35 Zuhörer an diesem Abend waren Männer der Generation fünfzig plus.

 Der 75-jährige Gottberg erklärte zunächst das kleine Einmaleins der Kommunalpolitik. Auf den spätestens seit dem Weggang von Gründer Bernd Lucke erworbenen Ruf der AfD ging Gottberg in Nebensätzen ein. Er stehe „rechts außen“, müsse er gelegentlich in der Presse lesen. Gottberg dürfte das anders sehen. Für ihn ist „seine“ CDU nach links geschwenkt.

 Für den lokalen Wahlkampf riet Gottberg: „Keine Köpfe plakatieren, die gehören in einen Flyer.“ Außerdem müsse ein Kandidat bei der Finanzierung auch schon mal selbst in die Tasche greifen. Es gebe bei der AfD kein einheitliches Kommunalprogramm, weil die Probleme in jeder Kommune anders lägen. Eckpunkte seien aber ein dreigliedriges Schulsystem und mehr Polizei in der Fläche. Gottbergs Appell: „Gute Leute“ an die Spitze der Liste, die „charakterlich in Ordnung sind“.

 „Es waren überraschend viele da“, sagte der Schaumburger AfD-Vorsitzende Daniel Carl. Zu den Gästen gesellten sich draußen vor dem Saal auch eine Handvoll Antifa-Mitglieder. Zwischenfälle gab es aber keine.

 Auch der stellvertretende Landesvorsitzende Jens Wilharm wohnte dem Abend bei. Selbst ergriff er nicht das Wort.

 Der lokale Parteichef Daniel Carl gab die nächsten Schritte der AfD bekannt: In Rinteln soll ein Stadtverband gegründet werden, neun Mitglieder seien es schon, ein neues Mitglied habe an jenem Abend im Saal unterschrieben. Macht unterm Strich zehn. Genug für die Gründung eines Stadtverbandes als Untergliederung des Kreisverbandes. wm/r

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