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Rinteln Stadt Rintelner Grundschulen bleiben erhalten
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Rintelner Grundschulen bleiben erhalten
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00:20 16.02.2019
Quelle: dpa
Rinteln

Als „absolut gesichert“ bezeichnet Rintelns Bürgermeister Thomas Priemer auf Anfrage dieser Zeitung den Standort der kleinsten heimischen Schule, der Grundschule in Möllenbeck. „Ich lasse mich nicht in eine Ecke drängen als Befürworter von zentralen Schulstandorten.“

Er habe zwar in der Vergangenheit infrage gestellt, ob der inklusive Gedanke in jeder Schule wirklich umgesetzt werden könne, daraus könne man aber nicht den Schluss ziehen, er plädiere für einen zentralen Neubau. Die Diskussion über Schulstandorte spiele in der Verwaltung keine Rolle. „Alle Schulstandorte sind gut und über Generationen akzeptiert.“ Und: „Wer das anders sieht, der soll einen Antrag stellen.“

Auch angesichts der prognostizierten sinkenden Schülerzahlen sieht Priemer noch keine Gefahr einer Schulschließung. „Ich werde das bestimmt nicht initiieren.“ Im Gegenteil, die Verwaltung mache sich fortlaufend über die bauliche Ausstattung der Grundschulen – auch der Außenstellen – Gedanken. Allein für den Brandschutz habe man im Haushalt mehrere Hunderttausend Euro eingeplant. Da gehe es etwa um die Elektrik in der Grundschule Nord oder die Fluchtwegbeschilderung. „Aber das ist für uns Tagesgeschäft“, so Priemer.

Dass in Möllenbeck für das Jahr 2024 nur noch 48 Schüler prognostiziert werden, beunruhigt Priemer nicht. „Da braucht es nur zwei kinderreiche Familien, die dazu- ziehen, dann geht die ganze Statistik ins Leere.“

Erste Prognosen

Was Dutzende Nachfragen von Ratsherr Veit Rauch (CDU) nicht bewirkten, haben die Extener im Handstreich geschafft: Nach unserem Bericht über die turbulente Ortsratssitzung am Samstag bestätigt Schulamtsleiter Hans-Georg Dlugosch: „Wir arbeiten an einem Schulentwicklungskonzept.“ Erste Zahlen habe man bereits erhoben, nun sei man dabei, Statistiken auszuwerten und Fakten heranzuschaffen. Noch Ende Oktober hatte Dlugosch auf CDU-Nachfrage erklärt, sein Amt habe nicht die Kapazitäten, an einem Schulentwicklungskonzept zu arbeiten.

Der Redaktion liegen bereits erste Prognosen der Schülerentwicklung vor. So soll bis 2024 die Zahl der grundschulpflichtigen Kinder im Einzugsbereich der Grundschule Möllenbeck auf 48 fallen (derzeit 63). Die Schülerzahl an der Grundschule Nord könnte bis 2024 von derzeit 218 auf 179 fallen, in Krankenhagen könnte sie von 74 auf 64 Schüler sinken. In Exten reduziert sich die Zahl von 154 auf 135, und die Schülerzahl „Unter der Schaumburg“ steigt leicht von 147 auf 151.

Die Zahlen basieren nur auf der Geburtenentwicklung. Zu- oder Abwanderung ist nicht mit eingerechnet. jak