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Rinteln Stadt „Rumheulen nützt ja nichts“
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt „Rumheulen nützt ja nichts“
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09:39 01.10.2017
Bei den Rintelner Weintagen gibt es edle Tropfen. Quelle: pr.
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RINTELN

„Wir alle haben ein dickes Fell und nehmen Herausforderungen mit Humor.“

Nun war allerdings der erste „Weintag“, der Freitag, so gut besucht wie sonst nur selten. „Ich glaube, die Gäste ahnten, dass sie ihre Chance nutzen sollten“, heißt es bei Bauer Giese. Auch Kadir Boga, Mosquito-Inhaber, sieht das so: „Am Freitag wurde sehr viel getrunken“, sagt er. „Am Samstag dafür gingen die warmen Speisen weg wie nichts.“ „Maitre Wild“-Inhaber Edgar Miller kann sich über den Freitag-Besuch genau so wenig beklagen wie alle anderen Gastronomen. „Und Samstag konnten wir von unseren treuen Stammgästen profitieren“, sagt er. „Man sieht, dass unser Engagement auch an schwierigen Tagen belohnt wird.“ Hart war es trotzdem am Sonnabendnachmittag. Bis zu fünfzig Zentimeter hoch stand schließlich das Wasser an einigen Stellen des Kirchplatzes. Doch Doreen Kehlenbeck spricht aus, was alle denken: „Rumheulen nützt ja nichts.“ Im vergangenen Jahr sei der Umsatz natürlich sehr viel höher gewesen. „Aber das ist eben der normale Wahnsinn. Wir können und müssen damit leben.“ Thomas Gieselmann, der Meister „fein & köstlich“, strahlt, wenn er an den wunderbaren Freitagabend denkt, wo der Kirchplatz von fröhlichstem Leben erfüllt war und lobt die insgesamt tolle Stimmung der Weintage. Das tut auch Thomas Rathkolb vom Stadtkater: „Unser Zelt war eigentlich immer ausgebucht. Selbst am Samstag hatten wir bis Mitternacht geöffnet.“

Tröstlich war immerhin der sonntägliche Sonnenschein. Bereits um die Mittagszeit füllten sich die Bänke an den Tischen auf dem Kirchplatz, wunderbare Essensdüfte zogen über den Platz, so mancher ließ sich ein Glas Wein zur Mittagsmahlzeit nicht nehmen. Schnell war abzusehen, dass es ein echter Festtag werden würde, zumal der verkaufsoffene Sonntag zusätzliche Gäste in die Weserstadt lockte. „Wir Gastronomen vor Ort denken langfristig“, so Arif Sanal. „Wir halten selbstverständlich durch, auch wenn es mal schwieriger wird.“ Um so mehr plädiert er dafür, dass sich weitere Anbieter aus Rinteln und Umgebung den Weintagen anschließen. Anders als in den Jahren, als das Fest noch auf dem Marktplatz stattfand, gäbe es auf dem Kirchplatz genug Raum, um noch zusätzliche Zelte unterzubringen. cok

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