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Rinteln Stadt Sams läuft dem Nikolaus (fast) den Rang ab
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Sams läuft dem Nikolaus (fast) den Rang ab
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00:16 14.12.2012
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Rinteln

Ob gut oder nicht, Langeweile wäre ein Fremdwort, zeigten die Schauspieler des Theaters für Niedersachsen zur Kinderweihnachtsfeier am vorigen Sonnabend. Dann nämlich, wenn man ein richtiges Sams zum Freund hätte wie Herr Taschenbier, der Untermieter von Frau Rotkohl. Denn für den betulichen Büroangestellten, der so ungern zur Arbeit geht und nur am Wochenende aufblüht, ändert sich plötzlich alles, als ihn das Sams zum Papa erwählt. Etwa so: Der Chef gibt ihm plötzlich unerwartet frei, und die penible Vermieterin kocht ihm sein Lieblings-Sonntagsgericht mitten in der Woche, wann immer er darauf Appetit hat. Und hinter allem steckt das Sams mit seinen magischen Fähigkeiten.

 Vor allem für die jüngeren der angemeldeten Stüken-Mitarbeiter-Kinder war es offenbar ein unbeschwertes Riesenvergnügen, das Sams, das sie bislang nur aus Kino und Fernsehen kannten, plötzlich aus nächster Nähe und buchstäblich zum Greifen nahe zu erleben. Dass sie nebenbei den Schauspielern und ihrem Helfer-Team beim Szenenwechsel mit der Drehbühne in der großen Kantine wortwörtlich auch noch hinter die Kulissen schauen konnten, steigerte das Theater-Erlebnis nur noch mehr. Und beinahe hätte das Sams dem Nikolaus, der nach der Kaffeetafel für fast 400 Gäste (darunter die erwachsenen Begleiter für die jüngsten Kinder) sogar noch den Rang abgelaufen. Aber nur beinahe, denn der Mann im roten Kapuzenmantel (gespielt von Stüken-Gesellschafter Andreas Baumann) zog seine Trümpfe aus dem Ärmel beziehungsweise er verteilte mit seinem Helfer-Team zum Abschied Weihnachtsgeschenke für die Kinder. Und dagegen hat auch das einfallsreichste Sams kaum eine Chance.

 Gestern wurde das Stück zweimal im Auftrag des Kulturrings im Brückentorsaal aufgeführt. „Fast 70 Karten gingen schon im Vorverkauf weg. Vormittags kamen vor allem Schulklassen, aber nachmittags rechnen wir noch mit einigen Spontanbesuchern“, sagt Kulturring-Mitarbeitern Martina Witt. Und auch hier gab es viel Beifall.

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