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Rinteln Stadt Schnelleres Internet für Rinteln
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00:26 26.07.2015
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Rinteln

Wobei die Betonung hier auf „bis zu“ liegt. Denn diese Geschwindigkeit erreichen nur Nutzer, die in direkter Nähe der sogenannten „Multifunktionskästen“ der Telekom leben. Je weiter entfernt sie sind, umso langsamer wird auch die Verbindung. Insgesamt 13000 Haushalte will die Telekom mit dem Ausbau schnelleres Internet spendieren. Wie viele tatsächlich mit den versprochenen 100 Mbit/s werden surfen können, steht zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest.

 Denn wie Baudezernentin Elena Kuhls auf Anfrage erklärt, ist das Genehmigungsverfahren für die 48 neuen oder ausgetauschten Netzverteiler noch am Laufen. In dieser Woche fand ein Ortstermin statt, anfang August folgt der Nächste. Erst am Ende wird feststehen, in welchen Gebieten tatsächlich die schnellste Verbindung zu erhalten sein wird. Verläuft alles nach den Plänen der Telekom, sollen 34,5 Kilometer Glasfaserkabeln neu verlegt werden. Bis Ende 2018 will die Telekom rund zwölf Milliarden Euro in die Infrastruktur in Deutschland investieren und Millionen von Haushalten schnellere Internetanschlüsse bieten.

 Doch die „Vectoring“-Technik ist durchaus umstritten. Einerseits, weil die Netzbetreiber (in diesem Fall die Telekom) dadurch den zukunftssicheren, aber teureren Ausbau von Glasfaserkabeln bis zu den Endverbrauchern aufschieben können. Mittels „Vectoring“ können die alten Kupferkabel, die von den Verteilern direkt in die Haushalte reichen, noch länger benutzt werden. Doch mittelfristig kommt man um einen Glasfaser-Ausbau nicht herum.

 Zudem werden die Pläne der Telekom kritisiert, weil sie, um das „Vectoring“ umzusetzen, die alleinige Kontrolle über alle Leitungen des Verteilers benötigt. Das verhindere den Wettbewerb kritisieren Wettbewerber. jak

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