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Rinteln Stadt Schüler wegen Körperverletzung angeklagt
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Schüler wegen Körperverletzung angeklagt
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00:24 11.12.2015
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Rinteln

Laut Anklage hatte er einem Klassenkameraden (17) auf dem Flur einen Faustschlag in die Magengegend versetzt. Das Opfer ging zu Boden, litt anschließend unter Schmerzen, Übelkeit und Atemproblemen.

Am ersten Verhandlungstag vernahm Richter Christian Rost ein halbes Dutzend Zeugen, die unterschiedliche Angaben zu dem Geschehen auf dem Gang machten.

Ausgangspunkt war eine zunächst offenbar harmlose Rangelei zwischen dem späteren Opfer und einem gleichaltrigen Mitschüler. Letzterer nahm während einer Pause seinen Konkurrenten in Gegenwart mehrerer junger Leute in den Schwitzkasten, ehe eine dritte Person von hinten dem 17-Jährigen einen Faustschlag in den Magen verpasste.

Die beiden ursprünglichen Streithähne gingen zu Boden, es kam zu Tumulten. „Auf einmal war die halbe Klasse da“, erinnerte sich ein Zeuge. Auf den am Boden liegenden Schüler soll schließlich auch noch eingetreten worden sein.

Vor Gericht bestritt der Angeklagte jegliche Tatbeteiligung. Er gab an, der 17-Jährige sei ein Freund von ihm, warum solle er ihn schlagen. Auch die beiden Streithähne konnten nichts zur Aufklärung des Falles beitragen: Sie hatten nicht gesehen, wer zugelangt hatte.

Dagegen belasteten mehrere Schüler einer anderen Klasse den Angeklagten und identifizierten ihn damals anhand seiner Kleidung.

Ihren Aussagen zufolge trug der 19-Jährige eine auffällige helle Jacke und schlug das Opfer. „Es waren auf jeden Fall mehrere Täter“, sagte ein Auszubildender. Dies bestätigte ein weiterer junger Mann. Er konnte die anderen Täter aber auch nicht erkennen, „weil die alle so dunkle Sachen trugen“. Nach einer dritten Zeugenaussage hatte der Angeklagte das Opfer auch getreten.

Der Prozess über die Körperverletzung an den Berufsbildenden Schulen wird am 15. Dezember fortgesetzt. Dann soll ein am ersten Verhandlungstag nicht erschienener Schüler vorgeführt und zusätzlich ein Lehrer gehört werden.

maf

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