Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Rinteln Stadt Sensationsfund kommt nach Rinteln
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Sensationsfund kommt nach Rinteln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:32 18.10.2014
Etwa neun Zentimeter ist das 5500 Jahre alte Kupferbeil lang. Gefunden wurde es auf der Steinberger Hirschkuppe. Quelle: pr.
Anzeige
Rinteln

Rinteln.  Es sei ein herausragendes Zeugnis der frühen Bauernkulturen in Niedersachsen zur Zeit des berühmten alpinen Gletschermannes „Ötzi“, hieß es noch im Juli bei einer Pressekonferenz in der Universität Hannover.Seither ist es restauriert worden. Am kommenden Montag wird das Beil in Rinteln der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Kupferbeil biete nun Gelegenheit für einen faszinierenden Einblick in die Vorgeschichte des Rintelner Wesertals, sagt Stefan Meyer. Der Leiter des Museums Eulenburg lädt alle Interessierten zu der Vorstellung des Kupferbeils für Montag, 20. Oktober, um 19 Uhr in den Ratskellersaal ein.

Zusammen mit einem weiteren archäologischen Fund hat das Steinberger Beil deutschlandweit für Aufsehen gesorgt. Ein mittelalterliches „Ulberht-Schwert“ wurde bei Großenwieden gefunden. Das Schwert gehört zu einer Gruppe besonders legendärer Waffen, die vor allem im Machtbereich der Wikinger verbreitet waren. Anhand von Metallanalysen haben Landesarchäologen und Chemiker der Universität erstaunliche Rückschlüsse und Zuordnungen vornehmen können.

Das Kupferbeil zumindest ist am kommenden Montag im Original zu sehen. Das Schwert allerdings kann nicht im Original vorgestellt werden, so Meyer, weil es sich derzeit noch in der Restauration befindet.

Wissenschaftler aus Hannover werden im Ratskellersaal über die Fundstücke berichten. Niedersachsens oberster Archäologe, Landesarchäologe Henning Haßmann, wird gemeinsam mit dem für unser Gebiet zuständigen Bezirksarchäologen Friedhelm Wulf anhand von Lichtbildern zum Kupferbeil Rede und Antwort stehen. Ebenfalls referieren wird der Metallexperte des Instituts für Anorganische Chemie der Leibniz Universität Hannover, Robert Lehmann.

Unter Lehmanns Leitung wurden die metallurgischen Analysen durchgeführt. Die Experten seien für anschauliche Darstellungen bekannt, so Stefan Meyer. Der Vortrag wende sich damit nicht an ein Fachpublikum, sondern an alle Interessierten. Eintritt wird nicht erhoben. ll

Anzeige