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Rinteln Stadt „Singen ist die reinste Therapie“
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt „Singen ist die reinste Therapie“
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00:21 26.08.2015
Mehrere Chöre aus der Umgebung nehmen beim „singenden, klingenden Rosengarten“ teil. Quelle: cm
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Rinteln

So mischten der Männergesangverein (MGV) „Concordia Engern“, der Gesangverein „Heimattreu“ Steinbergen, der Musikzug der Feuerwehrkapelle Möllenbeck, die Liedertafel Hameln und der „Liederreigen“ und „Immergrün“ aus Silixen mit. Mit ihrem vielseitigen Angebot sorgten die Chöre für eine rundum gelungene Veranstaltung.

 Wie unterschiedlich jedoch dieses Chorereignis wahrgenommen werden konnte, zeigte sich in Gesprächen mit Menschen in verschiedenen Funktionen. Da gab es zum einen das Publikum. Dem ging es einfach rundum gut. Von der Sonne beschienen, durch eine leichte Brise erfrischt, bestens versorgt durch Kuchen, belegte Brötchen und Getränke für jeden Geschmack, genoss es den musikalischen Nachmittag. Dass es auch noch selbst mitsingen durfte, war dann das sprichwörtliche „Tüpfelchen auf dem i“. Auch den Sängern sah man ihre Freude an. „Ich verbinde Singen und Musizieren mit Lebensfreude“, bestätigte dann auch Rüdiger Peglow aus Möllenbeck. Dass das Singen für ihn Entspannung bedeute und dass er es schätze, immer dazu zu lernen, ergänzte August Ziesenihs vom Kreis-Chorverband Weserbergland. „Ich finde, Singen ist die reinste Therapie. Mich macht es ausgeglichener“, schwärmte Hans Hübner aus Rinteln.

 Sie sind sich einig, dass ihnen die Gemeinschaft, die sie beim Singen erleben, wichtig ist. „Vor und nach den Proben wird noch zusammen gesessen, etwas getrunken und erzählt. Das gehört auch dazu“, sagte ein Sänger. Beim Singen Spaß zu haben und damit in schönster Umgebung auch noch ein großes Publikum zu erfreuen, das macht das Blumenwallfest auch für die Sänger zu einem Höhepunkt des Jahres.

 Ernstere Kommentare bekam man im Gespräch mit Menschen zu hören, die sich auf Verbandsebene mit der Entwicklung des Chorwesens beschäftigen. Wenn sich diese Verantwortlichen, wie zum Beispiel Ziesenihs, auch über eine gelungene, lebendige Veranstaltung wie den „Singenden, klingenden Rosengarten“ freuen, so können sie doch die Gesamtentwicklung nicht ausblenden. „Auch hier kann man sehen, dass die Chöre überaltert sind“, stellt Ziesenihs fest. „Dabei gibt es auch jüngere Menschen, die gern gemeinsam singen. Man muss nur die Gospelchöre anschauen.“ Für Ziesenihs steht fest, dass sich die Chör für neues Liedgut öffnen müssen, um auch für die jüngere Generation attraktiv zu werden. Ein weiterer Ansatzpunkt sei die Förderung der Musikpädagogik im Kindergarten- und Schulbereich. „Da besteht echter Nachholbedarf.“cm

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