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Rinteln Stadt So geht es weiter mit dem Brückentorkomplex
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt So geht es weiter mit dem Brückentorkomplex
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08:55 06.12.2018
Der Brückentorkomplex in Rinteln könnte an einen Investor verkauft werden. Dann würde eine neue Stadthalle gebaut werden. Quelle: tol
Rinteln

Der Startschuss für einen Verkauf des Brückentorkomplexes ist gefallen. Allerdings gehört nicht das gesamte Gebäude der Stadt.

Daher soll Bürgermeister Thomas Priemer nun mit dem zweiten Teileigentümer, Christian Schneidewind, verhandeln, ob und zu welchen Konditionen man gemeinsam an einen möglichen Investor verkaufen wolle. „Diese Gespräche sollen noch in diesem Jahr laufen“, bestätigt Priemer.

Wo soll eine neue Stadthalle gebaut werden?

Da Schneidewind auch in der Vergangenheit bereits einem Verkauf an den Investor Norbert Dittel zugestimmt hatte, dürfte das Projekt daran nicht scheitern. Zeitgleich analysiert die Verwaltung derzeit mehrere Standorte für den Neubau einer Stadthalle. Die bisher prominenteste Variante ist an der Burgfeldsweide, beim Schulzentrum und bei der Kreissporthalle.

Doch es gebe noch weit mehr Optionen, betont Priemer, die er derzeit allerdings noch nicht an die Öffentlichkeit geben wolle. Augenfällig wäre die Möglichkeit, den mittlerweile der Stadt gehörenden Kollegienplatz zu nutzen, sobald die IGS umgezogen ist.

Die von der Stadt erworbenen Bima-Flächen in der Nordstadt schließt Priemer als Standort aus. Die Entfernung zum Zentrum sei zu groß.

Neubau für 7,9 Millionen: Stadt will Standorte abwägen

Die Kosten für eine Basis-Stadthalle auf der grünen Wiese hat die Stadt bereits kalkuliert. Etwa 7,9 Millionen Euro. Dafür habe man die Maße des Brückentores genommen, samt der Nebenanlagen wie etwa Foyer und Sanitäranlagen. Noch nicht enthalten sei etwa eine vernünftige Akustik.

Die Kosten für eine derartige Standard-Stadthalle werde man jetzt einzeln für jeden infrage kommenden Standort kalkulieren. Außerdem werde man zu jedem Standort eine Pro-und-Kontra-Liste erstellen. Diese Ergebnisse möchte der Bürgermeister im ersten Quartal 2019 dem Rat vorlegen können.

Sobald mit dem zweiten Eigentümer ein Einvernehmen hergestellt wurde, möchte der Bürgermeister auch mit möglichen Investoren sprechen. Mittlerweile sei der Brückentorkomplex als Investitionsmöglichkeit landesweit bei Investoren bekannt, betont Priemer. Er glaubt daher nicht, dass es bei nur einem Interessenten bleiben werde. Dass auch Dittel erneut ein Angebot abgeben werde, schließt er nicht aus.

Auch die Möglichkeit, den Komplex zu verkaufen, einen Saal bauen zu lassen und zurückzumieten, werde in diesem Zuge verhandelt.

von Jakob Gokl