Rinteln (pk). Der Mietvertrag ist zwar noch nicht unterschrieben, aber die ersten „Bürgerarbeiter“ sind bereits in der Bäckerstraße aktiv und renovieren derzeit die neuen Räume: ein großer und ein kleinerer Verkaufsraum, in denen die Second-Hand-Möbel ausgestellt werden, ein Raum, in dem Elektrogeräte angeboten werden sollen, ein Lagerraum, der zudem für Reparaturarbeiten genutzt werden soll, sowie ein Raum, in dem die eingehende gebrauchte Ware sortiert und gereinigt wird. Außerdem wird ein Büro eingerichtet sowie ein Aufenthaltsraum für die Mitarbeiter. Ende dieser Woche sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein, sodass mit der Inneneinrichtung begonnen und schließlich auch der Betrieb aufgenommen werden kann, sagt Kerstin Sawicki, Assistentin der Geschäftsleitung.
Leicht sei es nicht gewesen, einen neuen Platz für das Sozialkaufhaus zu finden, berichtet Geschäftsführer Joachim Peters. Seit Mitte letzten Jahres habe man nach geeigneten Räumen gesucht. Fündig wurde man erst Anfang des Jahres: in der Rintelner Altstadt.
Gleichzeitig habe sich die SIGA der Unterstützung von Stadt und Jobcenter erfreut, die sich die Einrichtung selbst für Rinteln wünschten, damit die bedürftigen Menschen in Rinteln nicht extra zum Sozialkaufhaus in Stadthagen fahren müssen, was schließlich mit weiteren Kosten einhergehe.
Sechs von der Stadt Rinteln genehmigte Bürgerarbeitsplätze werden im Sozialkaufhaus geschaffen, dazu 25 sogenannte AGHs, Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung respektive „1-Euro-Jobs“. Zehn der „1-Euro-Jobber“ werden Sawicki zufolge im Laden des Sozialkaufhauses arbeiten, die anderen 15 sowohl im Lager als auch im Transport.
Damit steht der Arbeit des Sozialkaufhauses nichts mehr im Wege – auch wenn sich Peters eigentlich etwas größere Räume und bessere Parkmöglichkeiten gewünscht hätte. Aber man ist froh, überhaupt wieder in Rinteln vertreten sein zu können.
Bereits seit 1999 kooperiert die SIGA mit der Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg unter dem Motto „Sperrmüllrecycling statt Arbeitslosigkeit“. Gegenstände, die sonst im Müll landen würden, werden so zum Selbstkostenpreis wieder abgegeben. Gleichzeitig werden Arbeitsplätze geschaffen. Deshalb findet sich das Konzept der SIGA auch im „Abfallwegweiser“ der AWS wieder. So können sich die Bürger informieren und nicht mehr benötigte Möbel, Geschirr, Bücher, Kleinmöbel und so weiter zur Abholung durch die SIGA anbieten. Das Abholpersonal begutachtet die Möbel und Gegenstände vor Ort und nimmt sie mit, sofern sie weiterverwendet werden können.
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