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Rinteln Stadt Stadtwerke für ganz Schaumburg?
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Stadtwerke für ganz Schaumburg?
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20:42 31.08.2011
Das Wasserwerk Engern liefert Wasser für die Stadtwerke Rinteln und Schaumburg-Lippe. Die SPD-Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Eckhard Ilsemann (links), dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Stadtwerke SHG-Lippe, Rainer Brombach (Vierter, von links), Landrat Jörg Farr (hinten Mitte) und SHG-Lippe-Geschäftsführer Eduard Hunker (links daneben) diskutieren über die Zukunft. © dil
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Rinteln (dil). 220.000 Euro werden gerade in ein neues Leitsystem investiert, um das neue größere Versorgungsgebiet optimal steuern zu können – aber auch, weil das alte Leitsystem marode war und der Lieferant pleite.

Gestern besichtigte die SPD-Kreistagsfraktion das Wasserwerk und ließ sich von den Wassermeistern Michael Sokoll und Rudi Kuppe sowie Horst Bebermeier die Technik erklären. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Schaumburg-Lippe, Eduard Hunker, präsentierte, wie sein Unternehmen aufgestellt ist. Besonders interessierte einige Teilnehmer, wie sich die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Rinteln erweitern ließe.

Hunker erklärte, dass beide Stadtwerke bei den Versorgungspreisen im Bundesvergleich sehr günstig liegen, Rinteln bei Strom etwas besser, die Schaumburg-Lipper bei Wasser. Während sich die Rintelner bereits im Kalletal um die Stromversorgungskonzession bemühen und das Stromnetz in Rinteln in den neunziger Jahren von Wesertal übernommen haben, sind die Schaumburg-Lipper nur in Obernkirchen Stromversorger. Doch sie wollen sich um die frei werdenden Konzessionen bemühen, die noch e.on Westfalen Weser hat: in Bückeburg bis 3. März 2014, in Stadthagen bis 6. März 2016, in Obernkirchen bis Dezember 2013, in der Samtgemeinde Eilsen bis 28. November 2013, in der Samtgemeinde Niedernwöhren bis 26. Oktober 2013 und der Samtgemeinde Nienstädt bis Juni 2013.

"Die Wasserförderungsrechte sind bis zum 30. Dezember 2016 sicher, werden dann nach einer Prüfung durch den Landkreis neu vergeben“, erklärte Landrat Jörg Farr . Konkurrenz scheint da nicht zu befürchten.

Hunker: „Bei Strom sind wir im Wettbewerb, aber sonst müssen wir von Fall zu Fall sehen, wo wir mehr zusammenarbeiten können. Der Markt wird das erzwingen. Man muss da offen sein.“

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