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Rinteln Stadt Steinzeichen steht vor dem Aus
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Steinzeichen steht vor dem Aus
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00:16 29.04.2016
Quelle: vin
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Rinteln

Die ursprünglich angepeilten 100 000 Besucher im Jahr konnte der Park nie erreichen, 30 000 bis 40 000 Besucher waren normal. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer für die Touristenattraktion. Die Stadt wisse erst seit einer Woche über die Probleme des Steinzeichens, erklärt Bürgermeister Thomas Priemer. Man habe aber größtes Interesse, dass der Park weiter geführt werde. „Das sind 30 000 Menschen im Jahr, die Rinteln besuchen, das ist ein ganz erheblicher Wert.“ Kurzfristig wolle man nun zusammentreffen, um mit allen Beteiligten Lösungen zu erarbeiten.
Das Wichtigste sei, dass man die wirtschaftliche und finanzielle Situation des Betriebs kennenlerne und Perspektiven erarbeite. „Aber für mich ist nicht die Frage, ob er wiedereröffnet wird, sondern nur, wie und wann“, positioniert sich das Stadtoberhaupt klar. Allerdings sei derzeit nicht angedacht, dass die Stadt selbst sich finanziell beteilige. Bei dem Gespräch mit Wärmer sei es auch nicht um etwaige Förderungen gegangen.

Sinkende Besucherzahlen

Schon mit dem Ablauf der Saison 2015 zeigte sich Wärmer sehr unzufrieden. Das dritte Jahr in Folge seien die Besucherzahlen gesunken, 2014 lagen sie nur noch bei 38 000 Besuchern. Die Schließung sämtlicher fünf Jugendherbergen in der Umgebung nannte Wärmer damals unter anderem als Grund für die schwierige Geschäftslage. Aber auch das Wetter habe in den vergangenen Jahren eine große Rolle bei den ausbleibenden Besuchern gespielt. „Wir sind ein Outdoor-Betrieb“, sagte Wärmer im Januar, „Es darf nicht zu heiß sein, denn dann gehen die Leute verständlicherweise zum Baden. Bei Temperaturen unter 15 Grad und bei angesagtem Regen werden Indoor-Anlagen bevorzugt.“ Diesen Faktor unterstrich er auch gestern erneut.

Keine Wahl

Wärmer erklärt, er habe in den vergangenen Monaten intensiv nach Perspektiven gesucht, den Park weiterführen zu können. Doch eine in Aussicht stehende Möglichkeit habe nun nicht verwirklicht werden können. Daher habe er keine andere Wahl, als den Park – bis auf Weiteres – nicht wieder zu eröffnen. „Der Betrieb bleibt geschlossen. Und zwar Open End.“
Doch der Geschäftsführer möchte jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und ist auch in diesen Tagen weiterhin dabei, Gespräche zu führen, um die Zukunft seines Unternehmens zu sichern.
Auch Klaus Heimann, der Sprecher des Landkreises, bestätigt, dass es bereits Gespräch zwischen Josef Wärmer, Thomas Priemer und Landrat Jörg Farr gegeben habe. Die sinkenden Besucherzahlen seien dem Landkreis zwar schon länger bekannt gewesen, aber über die konkrete wirtschaftliche Situation war man nicht im Bilde. „Natürlich werden wir uns jetzt damit auseinandersetzen, ob es dort noch Perspektiven gibt.“
Für den Leiter des Touristikzentrums Westliches Weserbergland ist klar: „Wir müssen jetzt gemeinsam eine Lösung finden.“ Ihm sei zuvor nicht bekannt gewesen, dass die finanzielle Lage schwierig gewesen sei. „Jetzt müssen wir ergebnisoffen nach neuen Konzepten suchen.“ Für den Tourismus im Weserbergland sei das Steinzeichen auf jeden Fall ein wesentlicher Faktor, der nach Möglichkeit auch erhalten werden müsse. „Aber es ist natürlich schwierig, das jetzt vier Tage vor Beginn der Saison zu machen.“

von Jakob Gokl

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