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Rinteln Stadt Tumult in der Nacht: Ehepaar geschlagen?
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Tumult in der Nacht: Ehepaar geschlagen?
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21:17 03.04.2012
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Rinteln

Rinteln (maf). Dem Angeklagten wird vorgeworfen, er habe in der Innenstadt einem Mann (45) einen Faustschlag ins Gesicht verpasst, um wenig später noch einmal mit seinen beiden Begleitern am Tatort aufzutauchen. Dabei soll es auch zu Drohungen gegenüber der Ehefrau des 45-Jährigen gekommen sein (wir berichteten).

 Inzwischen hat das Gericht ein Dutzend Zeugen gehört, die ebenso wie die Beteiligten sehr unterschiedliche Angaben zu dem nächtlichen Geschehen machten. Dadurch gestaltet sich die Aufklärung des Falles weiterhin schwierig. Am jüngsten Verhandlungstag hat die Verteidigung zudem eine Reihe von Beweisanträgen gestellt. Einige lehnte das Gericht ab, anderen gab es statt. Um alle Möglichkeiten der Wahrheitsfindung zu nutzen, fand kürzlich sogar ein nächtlicher Ortstermin statt. Gegen 22.30 Uhr trafen sich die Prozessbeteiligten am mutmaßlichen Tatort in der Innenstadt und machten sich ein Bild von den dortigen Lichtverhältnissen. Nach einer Pause über Ostern wird der Prozess am 16. April fortgesetzt.

 Der Fall: Hintergrund der tumultartigen Auseinandersetzung am Rande einer Silvesterfeier war offenbar eine im Sommer 2009 verübte Gewalttat, für die der jetzt Angeklagte bereits rechtskräftig verurteilt ist. Er hatte die damals 14 Jahre alte Tochter des nun angegriffenen Ehepaares vergewaltigt und dafür vom Landgericht Bückeburg eine Bewährungsstrafe von 18 Monaten erhalten. Noch heute leugnet der Rintelner jedoch vehement diese Tat.

 Am Silvesterabend 2010 ging das Ehepaar mit Freunden gegen Mitternacht vor die Tür. Ein Auto fuhr die Straße entlang, aus dem der Angeklagte, sein Bruder und ein dritter Mann ausstiegen. Mehrere Zeugen aus dem Lager der Silvester Feiernden berichteten, dass der Angeklagte dem 45-jährigen Ehemann einen Schlag versetzte. Dagegen behauptete der Angeklagte, nicht er, sondern sein Bruder habe den Mann geschlagen. Dies bestätigte der Bruder und gab an, er habe sich bedroht gefühlt.

 Entlastet wurde der Angeklagte auch von einem 35-jährigen Zeugen, der die dritte Person im Auto gewesen sein will. Einer anderen Einlassung zufolge war dieser Entlastungszeuge aber überhaupt nicht vor Ort.

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