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Rinteln Stadt Unerlaubt ins Ruhrgebiet gereist
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Unerlaubt ins Ruhrgebiet gereist
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00:17 18.07.2013
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Rinteln

Richter Christian Rost verwarnte ihn in drei Fällen und verhängte 300 Euro Geldstrafe unter Vorbehalt.

 Das bedeutet: Die Geldstrafe muss der Angeklagte nur dann zahlen, wenn er während der zweijährigen Bewährungszeit eine Straftat begeht. Der Mann war 2011 mehrfach von Rinteln ins Ruhrgebiet gefahren und hatte dort sein kleines Kind und die Mutter besucht. Darüber hinaus standen Behördengänge an, unter anderem wegen der elterlichen Sorgepflvht.

 Der in Nigeria geborene Mann war im Tatzeitraum einer Unterkunft in Rinteln zugewiesen und lebt mit einer Duldung in Deutschland. Die Ausländerbehörde des Landkreises Schaumburg beschränkte seinen Aufenthaltsbereich auf das Land Niedersachsen. Wegen der zu klärenden Familienangelegenheiten verließ er das Bundesland jedoch mehrfach in Richtung Nordrhein-Westfalen, ohne eine Genehmigung beantragt zu haben. Bei einer seiner Reisen fuhr er im August 2011 ohne gültigen Fahrausweis von Bottrop nach Essen. Im Rahmen einer Fahrkartenkontrolle legte der Angeklagte nämlich ein gefälschtes Ticket vor. Hierzu äußerte er vor Gericht, er wollte damals gerade an den Schalter treten, um ein Ticket zu kaufen, als er von einem ihm völlig unbekannten Mann angesprochen wurde. Dieser erzählte ihm, er hätte schon ein Ticket, das er bekommen könnte. So kaufte der Afrikaner völlig ahnungslos einen Fahrschein – offenbar ein Originalticket, bei dem lediglich ein Aufdruck verändert worden war.

 Vor Gericht wurde dieser Vorwurf der Urkundenfälschung, des versuchten Betruges und des Erschleichens von Leistungen nicht weiter verfolgt. Stattdessen erfolgte eine Beschränkung auf die Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, weil die Geschichte mit dem Fahrausweis nicht weiter ins Gewicht gefallen wäre. maf

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