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Rinteln Stadt Von nuschelnden Teenagern keine Spur
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Von nuschelnden Teenagern keine Spur
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00:33 06.11.2014
Rock aus den guten alten Zeiten: Die Band „Women Market“ präsentiert sich trotz spärlicher Haare jung ud leidenschaftlich. Quelle: cm
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Rinteln

Die Weserstadt ist der letzte von vier Veranstaltungsorten – nach Minden, Löhne und Espelkamp. Unterstützt wird das Projekt von der Rintelner Jugendpflege.

 Mit diesen Informationen hätte man Auftritte von aknegeplagten, nuschelnden Teenagern erwarten können, die mit Kopfhörern nicht wiederzuerkennende Songs vortragen. Doch dann tritt eine Gruppe älterer Männer in Seemanns-Kluft ein. Probt etwa ein Shanty-Chor? Und ein etwas exzentrisch gekleideter Mann, ist das etwa der „Shanty-Chor-Manager“?

 Doch, welche Überraschung, der Shanty-Chor „Die blauen Jungs“ von der Chorgemeinschaft Porta Westfalica ist der erste Kandidat der Show. „Ja, wir suchen Talente ab 16 Jahre“, erklärt Jana Heitkamp aus der jungen Jury. „Nach oben gibt es keine Altersbegrenzung.“

 Das Besondere an diesem Casting ist außerdem: kein Publikum. „Wir wollen, dass sich viele Menschen auf die Bühne trauen und dem Urteil der Jury stellen, ohne dass sie Angst haben müssen, sich öffentlich zu blamieren“, fährt Heitkamp fort. Angst vor Blamage müssen die Künstler ohnehin nicht haben. Ihr musikalisches Können ist unüberhörbar.

 Als Nächstes wird die kleine Bühne für den Auftritt einer Rockband hergerichtet: Schlagzeug, E-Gitarre, Bass und Gesang. Und schon die nächste Überraschung: Der rundliche, etwas exzentrische ältere Mann ist doch nicht Shanty-Chormanager, er entpuppt sich als Rockröhre allererster Güte, Fritz Griepentrog. Mit seiner Band „Women Market“ rockt Fritz, wie ihn alle nur nennen, die Bühne. Die Körper von Sänger Fritz und Gitarrist „VW“ mögen älter geworden sein, aber ihr Rock-’n’-Roller-Herz ist unübersehbar noch jung und leidenschaftlich.

 Dann wechselt der Stil, und die gut geschulte Stimme einer Rintelner Chorleiterin, nämlich Nataly Olthoff, schmeichelt den Ohren der Jury. Schlager, Balladen und Musicalmelodien gehören zu ihrem Repertoire.

 Auch ein anderes bekanntes Rintelner Gesicht, Jimmy Harper alias Michael Kluwe, nutzt das Casting, um seine neuen selbst geschriebenen Songs vorzustellen. „Ich schreibe jetzt auf Englisch. Auf Deutsch wären die Texte Selbstmord gefährdend“, warnt er die Jury, die seinen Gesang und auch seine Fähigkeiten an der Gitarre trotzdem ganz wunderbar findet.

 Für das Finale, das von den besten fünfzehn Teilnehmern bestritten wird, ist dann im April 2015 die Kampa-Halle in Minden gebucht, und der Sieger bekommt ein Preisgeld von 2500 Euro. City Talent betreibt Talentsuche mit Niveau. Allein in Rinteln gab es viel gute Musik zu hören, von nuschelnden Teenagern keine Spur.

 Zum Schluss geht die Jury auf die Bühne: André Becker (v. l.), Jana Heitkamp, Costa Makrogiannis und der Mindener Breakdancer Big Toni Schönebeck.

 Drei junge Talente runden dann den Castingnachmittag ab, die 17-jährige Laura aus Porta und das Duo „Sprechgesang“. Die gute Nachricht: Alle Teilnehmer bekommen einen „Recall-Zettel“, ganz wie im Fernsehen. Für die jungen gibt es noch gute Ratschläge und aufmunternde Worte dazu, und alle sind somit zum Viertelfinale am 16. November in Minden zugelassen. Dort müssen die Sänger dann schon mit etwas mehr Publikum rechnen. Zum Einen schauen alle anderen Kandidaten zu, das sind so um die 40, und jeder Teilnehmer darf drei Freunde in die Vorstellung mitbringen. cm

Die Bürgermeisterkette hat Thomas Priemer schon am Freitag bei der Eröffnung der Herbstmesse von seinem Vorgänger Karl-Heinz Buchholz erhalten.

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