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Rinteln Stadt Wer fuhr den dunklen Wagen?
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00:17 07.08.2017
Quelle: jak
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RINTELN

 „Die Tat ist ihr nicht nachzuweisen“, begründete Richter Christian Rost sein Urteil und folgte damit den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Rückblick: Im September 2015 verließ ein 36-jähriger Mann ein Geldinstitut an der Breiten Straße und stieg in sein Auto. Plötzlich verspürte er von hinten einen Ruck. Dabei wurde sein Wagen links an der hinteren Stoßstange getroffen (Schaden: 500 Euro). Er und sein Beifahrer sahen, wie ein dunkles Auto an ihnen vorbeifuhr. „Ich dachte, der hält gleich an“, erinnerte sich der 36-Jährige. Tatsächlich bog der dunkle Wagen jedoch ab und fuhr davon. Den Männern gelang es aber, das Kennzeichen des Autos aufzuschreiben.

 Die sofort informierte Polizei fuhr zur Anschrift der Halterin. Dort stand auch der fragliche Wagen. Die Frau gab gegenüber den Beamten an, der Wagen werde ausschließlich von ihrem Sohn genutzt. Das Auto sei bereits um 10 Uhr auf dem Hof abgestellt worden. Der Geschädigte hatte nach dem Unfall geäußert, eine ältere Frau mit längeren Haaren sei die Unfallverursacherin gewesen. Laut damaligem Ermittler würde damit die Rentnerin als Fahrerin zur Tatzeit in Betracht kommen.

"Ich kann nicht fahren"

 Vor Gericht stellte sich der Sachverhalt anders dar: Gemäß der jetzigen Aussage des Geschädigten sei die Angeklagte eher nicht die Fahrerin gewesen, weil Kopfform und Haarlänge nicht passten. Die Rentnerin, die seit Längerem unter Betreuung steht, wies den Vorwurf zurück: „Ich kann nicht fahren“, stellte sie klar. Sie habe nie einen Führerschein gehabt. Ihr Verteidiger hatte bereits zu Beginn der Hauptverhandlung moniert, dass aus seiner Sicht das Verfahren mangelhaft ermittelt sei. maf

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