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Rinteln Stadt Widerstand auf breiter Front
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Widerstand auf breiter Front
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00:28 07.12.2014
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Rinteln

 „Die Sondersitzung ist für Mittwoch, 17. Dezember, geplant“, teilte Bürgermeister Thomas Priemer auf Anfrage mit. Schon am heutigen Freitag soll die Beschlussvorlage dazu im Ratsinformationssystem der Stadt stehen. Wichtigste Frage: Was kostet die Analyse, die ein freies Büro erstellen soll? Baudezernentin Elena Kuhls hat in den vergangenen Tagen reichlich zu tun gehabt, alle nötigen Informationen zu beschaffen.

 „Man kann Lärm, Erschütterungen, Auswirkungen auf Verkehr, Rettungsdienst bis hin zu Hochwasser und Tourismus untersuchen, je nach Umfang ergeben sich die Kosten“, teilt Kuhls mit. „Und dafür würden mindestens einige Monate gebraucht. Wir wollen es aber so kurzfristig wie möglich.“

 Priemer hatte schon in der Ratssitzung betont, dass eine kleine Widerstandslösung nur für die vier Kilometer Streckenanteil Rintelns im Berliner Verkehrsministerium wenig Eindruck machen würde. Der Rat hatte ihn deshalb beauftragt, den Schulterschluss mit Nachbarkommunen an der Bahnlinie zu suchen.

 „Ich habe jetzt die Landräte von Schaumburg und Hameln-Pyrmont angesprochen beziehungsweise angeschrieben und signalisiert, dass Rinteln sich damit beschäftigt, dass der Planfall 33 bei der Bahn nicht entstehen darf. Ich versuche, beide Landräte davon zu überzeugen, dass beide Landkreise beim Widerstand mitmachen müssen. Beide haben ja schon 2011 Resolutionen gegen den Ausbau der Bahnstrecke Elze-Löhne beschlossen.“ Machen beide Landkreise jetzt auch bei der Analyse mit, könnte man die Kosten teilen.

 Eile ist in jedem Fall geboten. Im letzten Quartal 2015 soll der Bundestag den Bundesverkehrswegeplan Schiene 2015 beschließen, der die Investitionen für die nächsten Jahre vorzeichnet. Bis dahin werden auf Referentenebene die Beschlussvorschläge erarbeitet. Dass Elze-Löhne gar nicht erst in die Referentenentwürfe kommt, ist das Ziel nicht nur in Rinteln.

 Die vom Rat ebenfalls beschlossene regelmäßige Informierung der Politik und der Bürger hat Priemer ebenfalls im Visier: „Die Ratsgremien werden ständig informiert. Eine große Informationsveranstaltung für die Bürger soll es vermutlich im Februar im Brückentorsaal geben. Dazu werden alle hiesigen Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie Sprecher der Bürgerinitiativen und die Bürger selbst eingeladen. Dort werden wir die Bürger auch auffordern, auf die Straße zu gehen und gegen die Bahnpläne zu demonstrieren.“

 Bahnübergang gesperrt: Wenn erst sieben Güterzüge pro Stunde durch Rinteln rollen, wird dieses Bild fast zum Dauerzustand. Dagegen wird jetzt der Widerstand organisiert.

tol

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