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Rinteln Stadt Widerstand formiert sich
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Widerstand formiert sich
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00:28 05.01.2015
Noch ist unklar, wohin die Reise für die Gütertrasse gehen wird. Unterdessen wächst in Rinteln der Widerstand gegen den möglichen Streckenverlauf durch die Weserstadt. Quelle: tol
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Rinteln

Nach Beschluss des Rates der Stadt Rinteln will die Stadtverwaltung wie berichtet ein Gutachten in Auftrag geben, das die Folgen einer Güterzugstrecke für das Weserbergland sowie alternative Routen dazu ermitteln soll. Zurzeit stehen konkret zwei Strecken zur Debatte: Planfall 33 des Bundesverkehrsministeriums sieht eine Trasse von Löhne über Rinteln und Hameln nach Elze vor, Planfall 12 führt von Minden über Haste nach Hannover. Ins Gespräch kam überdies ein Streckenverlauf von Altenbeken über Emmerthal und Hameln nach Hannover. Rund 20 000 Euro will die Stadt Rinteln dafür außerplanmäßig aus den Haushaltsmitteln für 2015 bereitstellen. Befürchtet wird eine immense Lärm- und Verkehrsbelastung, die nach Auffassung der Kritiker für Rinteln wie für den Naturpark Weserbergland einen tiefen Einschnitt in die Lebensqualität bedeuten würde.
Bislang wurde der Auftrag für das Gutachten allerdings noch nicht erteilt, wie Priemer offen einräumt. „Das Gutachten kann und soll noch nicht in Auftrag gegeben werden.“ Zunächst solle die in knapp zwei Wochen stattfindende Zusammenkunft aller niedersächsischen Bürgermeister abgewartet werden, auf der die Gütertrasse ebenfalls Thema sein werde. Und bereits am 13. Januar kämen die hiesigen Landräte und Bürgermeister zusammen, um gemeinsam das weitere Vorgehen und die Beteiligung der Anrainerkommunen am Gutachten der Stadt Rinteln zu besprechen.
Zurzeit, so Priemer, laufen die Planungen für eine umfangreiche Informationsveranstaltung Ende Januar/Anfang Februar, vorzugsweise in der Rintelner Nordstadt, also in Bahnhofsnähe. Angedacht ist die Grundschule Nord, wobei die möglicherweise schon zu klein sein könnte, gibt der Bürgermeister zu bedenken, der auf zahlreiche Besucher hofft.
„Wir wollen informieren“, sagt der Bürgermeister, der auf der Veranstaltung selbst eine Ansprache halten wird. „Es kommt nun vor allem auf die Solidarität an. Der Rintelner Stadtrat hat sie schon gezeigt. Jetzt wollen wir noch die Anrainerkommunen erreichen.“ Vertreter derselben sind ebenfalls eingeladen und werden zu den Bürgern sprechen: die Bundestagsabgeordneten aus den Landkreisen Schaumburg und Hameln-Pymront, die jeweiligen Landräte und Bürgermeister der betroffenen Städte, auch aus Westfalen.
Diethard Seemann, der Vorsitzende der Bürgerinitiative (BI) Transit Weserbergland, wird die Besucher sowohl über die Sachlage als auch über die neuesten Erkenntnisse und Ergebnisse der Bürgerinitiative in Kenntnis setzen.
Eine weitere Informationsveranstaltung soll in den Monaten März oder April unter freiem Himmel stattfinden. „Wir planen eine öffentliche Kundgebung mit Rahmenprogramm, organisiert von der Stadt“, sagt Priemer. Mit dieser Aktion wolle man von Rinteln aus noch „ein letztes Signal in Richtung Berlin senden“, wo der Bundestag in der zweiten Jahreshälfte den Bundesverkehrswegeplan verabschieden will.
„Es befindet sich zurzeit alles im Fluss“, befindet Priemer. „Ich habe mich jetzt seit einem Jahr mit der Gütertrasse beschäftigt.“ Jetzt gelte es, dafür zu sorgen, dass sich auch die Bürger der Stadt und der Region mit dem Thema auseinandersetzen. „Das muss eine richtige Bewegung werden“, fordert Priemer und ist optimistisch. „Die Betroffenheit steigt, ein Szenario baut sich auf.“
Unterdessen freut sich Diethard Seemann von der BI Transit Weserbergland über Zulauf. „Unsere Unterschriftenaktion ist gut angelaufen (…). Zurzeit entfaltet sich (…) auch in Rinteln starker Widerstand. In kurzer Zeit haben mehr als 500 Rintelner unsere Online-Unterschriftenliste unterzeichnet“, schreibt Seemann in einer Rundmail. 

pk

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