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Rinteln Stadt „Wie bei Hempels unterm Sofa“
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt „Wie bei Hempels unterm Sofa“
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20:06 31.08.2018
Für die rasche Sanierung der Rathausfassade hat sich der Rintelner Ortsrat eingesetzt. Quelle: jan
Rinteln

Schon seit Jahren fordert der Ortsrat zumindest eine Fugensanierung des Rathauses ein, doch bisher wurde das Anliegen immer wieder verschoben. „Es handelt sich hier aber um das Eingangstor unserer Stadt“, sagte Lange. „Was denken Touristen wohl über diese Vernachlässigung?“ Ob man nicht Mittel aus dem Denkmalschutz für das Rathaus einsetzen könne, so die Nachfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Matthias Wehrung. Dieses Fördergeld, in erster Linie für die Unterstützung privater Altbaubesitzer gedacht, seien zu einem guten Teil nicht abgerufen worden und liefen im nächsten Jahr aus. Auch aus diesem Grund könne es sinnvoll sein, mit der Sanierung bereits 2019 zu beginnen.

Der Leiter des Bauamtes, Andreas Wendt, bestätigte die Notwendigkeit von Sanierungsarbeiten. Es sei allerdings fraglich, ob es Zuschüsse geben kann. „Das Rathaus wird wohl kaum zusammenfallen, wenn wir noch etwas warten“, sagte er. Andere Investitionen seien aus seiner Sicht wichtiger.

Zusätzliche Kosten bei schrittweiser Sanierung

Gegen den Vorschlag von Helma Hartmann-Grolm (SPD), wenigstens die Sanierung der unmittelbar sichtbaren maroden Fugen vorzuziehen, gab Wendt zu bedenken, dass das aus Kostengründen abwegig sei. Eine schrittweise Sanierung würde mehrmaligen Auf- und Abbau von Baugerüsten erfordern und auf diese Weise zusätzliche Kosten über die bisher veranschlagten 120000 Euro hinaus verursachen. „Wenn, dann richtig“, sagte Wendt. Einstimmig beschloss der Ortsrat dann, im Rat der Stadt einen Sanierungsbeginn im nächsten Jahr zu beantragen.

Im Weiteren ging es bei der Haushaltsplandiskussion um die Erneuerungspläne für die Wallgasse, mit dem Ziel, den Straßenbelag barrierefrei zu gestalten. Bisher sei nur klar, dass die historische Gasse keinesfalls asphaltiert werden soll, so Wendt. Eine gewisse „Huckeligkeit“ werde sich im Sinne eines stimmigen Stadtbildes wohl kaum vermeiden lassen.

Auf Wehrungs Anfrage hin, ob die geplanten Investitionen rund um die Rintelner Feuerwache wirklich bis zum Jahr 2021 warten müssten – 16.000 Euro müssten doch aufzubringen sein –, antwortete Wendt: „Kleinvieh macht nun mal auch Mist.“

Ebenfalls aus finanziellen Gründen seien in Sachen Hochwasserschutz unter anderem an der Ost-Contrescarpe und in Engern bisher nur 32.000 Euro angesetzt. Es handele sich natürlich um Millionen-Projekte, so Wendt. Das kleine Budget solle zunächst den Einstieg in die benötigten Planungen in Gang setzen. cok