Bei den rund 50 Mitarbeitern im Kommissariat ist der 51-jährige Erste Kriminalhauptkommissar mit Begeisterung aufgenommen worden: „Hätten wir einen roten Teppich gehabt, wir hätten ihn ausgerollt“, sagt Uwe Steding, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes, der gemeinsam mit Einsatz- und Streifendienstleiter Harald Groß während der dreimonatigen Vakanz nach dem Ausscheiden von Polizeichef Gerhard Bogorinsky die Interimsleitung des Kommissariats übernommen hatte. Und sich genau wie Groß auch aus diesem Grund über den Amtsantritt von Korte freut: „Für uns war die Zeit auch eine erhebliche zusätzliche Belastung.“
Für Korte selber, zuletzt Leiter des Kriminalermittlungsdienstes der Polizeiinspektion Garbsen, ist der neue Job nahezu ein Heimspiel. In Bückeburg, Stadthagen, Bad Nenndorf und bei der Polizeiinspektion Schaumburg hat Korte Dienst getan – auch in Rinteln hat er vor zehn Jahren einige Monate lang übergangsweise den Kriminalermittlungsdienst geleitet.
Rund drei Viertel seiner neuen Kollegen kennt Korte daher bereits. Uwe Steding zum Beispiel hat er schon Anfang der achtziger Jahre in Hameln kennengelernt, ganz zu Beginn seiner polizeilichen Ausbildung – rund ein Vierteljahrhundert später hat Korte die „Königsdisziplin“ erreicht, wie er selber sagt: „Es war für mich immer ein besonders erstrebenswertes Ziel, Leiter eines Polizeikommissariats zu werden. Ich freue mich, dass es geklappt hat.“
Spannend findet Korte an seiner neuen Aufgabe vor allem die „ganze Bandbreite“ der polizeilichen Arbeit – von der Verkehrssicherheit bis zur Kriminalitätsbekämpfung. Wobei er in Rinteln ein gut bestelltes Haus vorfinde: „Es passt hier alles, die Dienststelle ist gut aufgestellt“, würdigt Korte auch die Arbeit seines Amtsvorgängers Bogorinsky.
Privat treibt Korte gerne Sport, „die Gedanken laufen lassen, den Dienst abstreifen“. Zum Joggen („im Wohlfühltempo“) geht er in den Wald, mit Freunden und Familie fährt er gerne Fahrrad oder auch Motorrad. Mit seiner Frau lebt der zweifache Vater in Lauenhagen. Und die jüngere seiner beiden Töchter ist in seine Fußstapfen getreten – sie arbeitet als Polizeikommissarin in Stolzenau.
Auch Frank Kreykenbohm, Leiter der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, freut sich über die „ideale Besetzung“ der Führungsposition durch Korte: „Er hat in seiner Laufbahn schon alle polizeilichen Felder beackert, kennt Land und Leute.“
Mit der Amtseinführung von Korte kommt allerdings nur vorübergehend Kontinuität in die Leitung des Polizeikommissariats – anders gesagt: Der Umbruch hat erst begonnen. Bereits im kommenden Jahr scheiden mit Uwe Steding und Harald Groß zwei weitere Führungskräfte aus. „Das ist eine besondere Situation, wenn das gesamte Führungstrio nahezu zeitgleich ausscheidet“, räumt Kreykenbohm ein. Um die Situation einer erneuten Vakanz zu vermeiden, laufen bereits jetzt Überlegungen: „Da passiert schon was…“ crs
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