Andreas Wiese, Sprecher der Interessengruppe, wiederholt kurz den Sachverhalt: Es geht um Grundstücke auf einer Fläche von 851 Hektar beiderseits der Landesgrenze, die über 200 verschiedenen Eigentümern gehören. Die Maßnahme bringe weder für Besitzer noch Pächter praktischen Nutzen, so der Tenor auf der Eisberger Seite. Denn, so erklärt Jochen Becker: „Durch wirtschaftlichen Flächentausch haben die Landwirte die Bereinigung bereits vorweggenommen.“ Ein großer Vorteil sei: Die unkomplizierte Regelung durch Tausch mit Kollegen und Pacht von den Eigentümern lasse die Besitzverhältnisse unangetastet und verursache keine Kosten.
Wilfried Rinne ergänzt dazu: „Man kann’s auch gar nicht gerecht aufteilen, allein schon wegen der teils eingeschränkten Nutzung durch Überflutungen.“ Wenn schon Nutzen, dann liege der bei der Stadt Rinteln, meint Andreas Wiese. Denn im Zuge des Projekts dürften Fördergelder fließen für den Bau von Wegen und Entwässerungsgräben sowie die Wassergewinnung.
Die Flurbereinigung habe unter dem Strich beiderseits der Landesgrenze mehr Gegner als Befürworter, so Wiese weiter als Sprecher der sogenannten „Bedenkenträger-Konferenz Flurbereinigung Rintelner Weserwiesen“, wie sich die Gruppe nennt. Von den befragten Eigentümern seien über hundert strikt gegen das Verfahren.
Der Wind könne auch noch aus einer ganz anderen Richtung wehen, so die Vermutung von Insidern, merkt Ralf Siekmöller an: Denn unter dem fruchtbaren Boden ruhten mächtige Kiesvorkommen. Darum die Befürchtung: „Durch die Flurbereinigung soll Besitz konzentriert werden, damit Kieswerke die Flächen anschließend umso leichter abgreifen können. Dazu haben wir gehört, dass bereits Grundstücke in betreffenden Gebieten von Rohstoffgewinnungsfirmen angekauft worden sein sollen.“
Andreas Wiese abschließend: „Wäre auf die erste Informationsveranstaltung am 27. März letzten Jahres nicht durch die Öffentlichen Bekanntmachungen in der Tageszeitung aufmerksam gemacht worden, wäre das Ganze bereits damals schon gekippt worden…“ who
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