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Rinteln Stadt Zwei Blöcke statt eines Riegels
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Zwei Blöcke statt eines Riegels
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20:56 07.03.2013
Bauprojekt Ostertorstraße: Das linke Gebäude bleibt stehen, das hintere und das rechte müssten der Neugestaltung mit zwei Punkthäusern, Parkplätzen und Carports weichen. Quelle: dil

Dort, wo einst das Bauunternehmen Distelmeier seinen Sitz hatte, könnten schon Ende dieses Jahres Abrissbagger zur Tat schreiten. Die Sparkasse Schaumburg will über ihr Tochterunternehmen IDB, die Besitzer des Grundstücks ist, elegante hochwertige und vor allem barrierefreie Wohnungen errichten. War bisher an einen unterbrochenen langen Riegel mit stark gegliederter Fassade entlang der Ostertorstraße gedacht (wir berichteten), so geht es nun um zwei „Punkthäuser“ (Wohnblocks mit eher quadratischer Grundfläche), ohne den benachbarten Parkplatz in Anspruch zu nehmen. Auf den hat die IDB aber nach wie vor die vom Rat beschlossene Kauf- und Nutzungsoption.

 „Punkthäuser sind im Wallbereich häufiger anzutreffen, passen also gut zur Umgebung“, teilt Sparkassenvorstand Günther Klußmeyer mit. Bei der Fassade der beiden modernen Baukörper wird es in den drei Vollgeschossen um hellen Dämmputz gehen, bei den Penthäusern kommen auch Holzelemente zum Einsatz. Das Dach über dem etwas zurückgesetzten Penthaus wird jeweils flach geneigt sein. Die Wohnungen darunter haben nach Süden großzügige Balkons „über Eck“, also mal seitlich nach Westen, mal nach Osten.

 Von Dietrich Lange

Rinteln. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 100 und 130 Quadratmetern, Letzteres sind die Penthäuser. Als Verkaufspreis ist eine Größenordnung von 2100 Euro pro Quadratmeter im Visier. Und Nachfrage ist schon da. „Wir haben aufgrund früherer Berichterstattung der Schaumburger Zeitung schon über 25 Namen auf der Warteliste von Interessenten, aber das sind natürlich noch keine Käufer“, sagt Klußmeyer. Ginge ja auch nicht, denn es gibt ja „nur“ 14 Wohnungen. Ein weiteres Gebäude wäre bei entsprechend großer Nachfrage aber auf dem benachbarten Parkplatzgrundstück realisierbar.

 Der Verwaltungsausschuss der Stadt hat diese geänderte Planung bereits in der vergangenen Woche befürwortet. Nun werden die Baupläne noch verfeinert, der Bauantrag vorbereitet. „Im Mai wollen wir parallel dazu den Vertrieb der Wohnungen starten“, sagt Klußmeyer. „Wir haben ja bisher noch nicht einmal Werbung dafür betrieben. Ich bin sicher, dass wir realistische Chancen haben zu bauen.“ Dafür muss bekanntlich immer ein großer Teil der Wohnungen bereits verkauft sein. Im günstigsten Fall könnte die Fertigstellung der Häuser noch 2014 erfolgen, Bezug gleich anschließend.

 Keller haben die beiden Gebäude nicht, der Schutz gegen Jahrhunderthochwasser wäre zu aufwendig. Dafür erhält jede Wohnung einen Autostellplatz, auf Wunsch als Carport.

 Der Berufs- und Fortbildungsträger integra, derzeit Mieter des ehemaligen Distelmeier-Bürogebäudes, müsste weichen, ist darüber aber laut Klußmeyer schon informiert. Das Gebäude am Kapellenwall, in dem sich unter anderem ein ambulanter Pflegedienst befindet, dessen Autos noch auf dem Baugrundstück geparkt werden, bleibt dagegen erhalten.

 Die Gesamtinvestition beziffert Klußmeyer auf etwa drei Millionen Euro. Wer Interesse hat, wende sich an die Immobilienabteilung der Sparkasse.

 So könnte eines der beiden geplanten Punkthäuser aussehen, hier Blick von Südwesten mit einem Eckgebäude am Kapellenwall (l.). Die vorhandene Grundstücksmauer soll möglichst erhalten bleiben.pr