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Rinteln Stadt Zwei Unfälle betrunken verursacht
Schaumburg Rinteln Rinteln Stadt Zwei Unfälle betrunken verursacht
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00:23 26.03.2018
Symbolbild Quelle: dpa
Rinteln

Bei beiden Unfällen im Herbst 2016 war er nicht im Besitz einer Fahrlizenz: Diese hatte er 1997 zum ersten Mal verloren. 2007 machte er wieder einen Führerschein, den er vor Jahren aber erneut abgeben musste.

An einem Abend im September knallte es das erste Mal, als der Angeklagte den Parkplatz eines Rintelner Supermarktes verlassen wollte. Dabei fuhr er rückwärts gegen einen Mercedes. Geschätzter Schaden: etwa 400 Euro. Der Betrunkene (2,2 Promille) will den Unfall nicht bemerkt haben und machte sich auf den Heimweg. Beim Abbiegen auf sein Grundstück soll er dann einen Nachbarn übersehen haben. Dieser konnte sich laut Anklage nur mit einem Sprung zur Seite retten. Dagegen behauptete der 51-Jährige vor Gericht, der Nachbar sei vor sein Auto gesprungen.

In Sattelzug gekracht

Knapp vier Wochen später war der Rintelner nachts auf der A2 unterwegs und steuerte mit seinem Wagen die Tank- und Rastanlage Auetal an. Erneut war er alkoholisiert (1,8 Promille) und krachte diesmal gegen das Heck eines geparkten Sattelzugs. Auch an diesen Vorfall erinnerte sich der heute 51-Jährige kaum. Zu jener Zeit hatte der Mann offenbar gelegentliche Aussetzer, vermutlich auch Krampfanfälle. Zuvor musste er sich einer Operation am Kopf unterziehen. Ein medizinischer Sachverständiger konnte nun nicht ausschließen, dass der Rintelner bei diesem Unfall einen Krampfanfall hatte. Deshalb wird die Frage der Schuldfähigkeit im weiteren Verlauf des Prozesses noch zu erörtern sein.

Die Verhandlung wird am 29. März fortgesetzt. maf