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Allgemeinmediziner bleibt noch zwei Jahre

Vorsichtige Entwarnung Allgemeinmediziner bleibt noch zwei Jahre

Der SPD-Ortsverein Apelern ist der Ansicht, dass die Gemeinde „von einer zunehmenden ärztlichen Unterversorgung betroffen ist“. Doch sowohl die Verwaltung als auch der im Ort ansässige Allgemeinmediziner geben vorsichtig Entwarnung.

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Quelle: dpa

Apelern.  „Im Großen und Ganzen ist die Versorgung gesichert“, sagt Gemeindedirektor Sven Janisch. Man müsse nur aufpassen, dass Apelern nicht ins Hintertreffen gerate.

 „Noch macht mir die Arbeit viel Spaß“, sagt Hausarzt Wolfgang Tilgner, „ich kann aber nicht ewig arbeiten“. In zwei Jahren sei er 67, das wäre ein guter Zeitpunkt, um aufzuhören. Tilgner sei bereit, die Gemeinde bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger zu unterstützen. „Ich strecke schon die Fühler aus“, versichert der 65-Jährige. Doch es sei nicht einfach, einen Jungarzt auf das Land zu ziehen. Schlechte Bezahlung und ein immenser bürokratischer Aufwand würden viele junge Doktoren eher in die Stadt und in andere medizinische Bereiche treiben.

 Das weiß auch Janisch. „Da müssen wir die kommunalen Möglichkeiten ausspielen“, so der Gemeindedirektor. Beispielsweise sei es möglich, dass potenzielle Nachfolger bei der Neugestaltung von Praxisräumen mitwirken könnten. „Wir lassen nichts unversucht, um Nachschub zu bekommen“, verspricht auch Apelerns Bürgermeister Günter Knief. Eine Immobilie an der Hauptstraße könnte in den Überlegungen der Verantwortlichen eine zentrale Rolle spielen.

 „Noch sind wir aber in der Frühphase der Planungen“, sagt Janisch. Allerdings sei man gewarnt, denn wenn ein Arztsitz erst mal weg ist, bleibe er auch weg. „Wir machen uns keine Illusionen. Einen Zahnarzt wird es in Apelern wohl nicht wieder geben“, bedauert Jansich. Aber es seien aus allen politischen Gremien Signale gekommen, die hausärztliche Versorgung vor einem ähnlichen Schicksal zu bewahren. „Ein Allgemeinmediziner gehört zur Grundfunktionalität eines Ortes mit solch einer Einwohnerzahl wie Apelern“, bekräftigt Janisch. „Wir sind guten Mutes“, sagt auch Bürgermeister Knief.  js

Möglicher Platz für Dorfladen auserkoren

Die lang gehegte Hoffnung vieler Apelerner auf einen Dorfladen hat inzwischen etwas konkretere Formen angenommen. Nach Angaben von Bürgermeister Günter Knief habe man eine zentrumsnahe Immobilie ins Auge gefasst. Diese soll abgerissen werden, danach soll an gleicher Stelle ein Neubau entstehen – inklusive räumlicher Gegebenheiten für einen Dorfladen und möglicherweise auch für eine Arztpraxis. „Wenn wir einen Franchise- oder Privatunternehmer finden, würden wir ihm sicher keine Steine in den Weg legen“, bekräftigt Knief. Doch zurzeit laufe erst mal die Erstellung eines Wertgutachtens. Danach könne man mit den Besitzern der Immobilie in Verhandlungen treten. Im nächsten Jahr könne sich bei der Erwerbung des Grundstückes „etwas tun“. js

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