Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Alte Straßenmeisterei wird zum Trainingsplatz

Apelern / AKC Alte Straßenmeisterei wird zum Trainingsplatz

Die vor rund einem Jahr von der Gemeinde Apelern erworbene ehemalige Straßenmeisterei erhält eine neue Funktion. In Teilen des ehemaligen Bürogebäudes, das auch als Schulungsstätte für niedersächsische Straßenwärter diente, können Gruppen des Apelerner Karnevalclubs (AKC) künftig trainieren. In nicht öffentlicher Sitzung entschied sich der Rat einstimmig für diese Lösung. Die Nachricht schlug während der AKC-Jahresversammlung wie eine Bombe ein.

Voriger Artikel
Sandkuchen in neuen Eisenbahn
Nächster Artikel
„Leere Lkw machen besonders viel Krach“

Zum Hort für den örtlichen Karneval soll ein Teil des ehemaligen Büro- und Schulungsgebäudes der früheren Straßenmeisterei werden. © nah

Apelern (nah). Auf die Idee kam AKC-Präsident Karl-Heinz Thum nach einem Bericht in unserer Zeitung. Bislang war in der Bevölkerung vielfach unbekannt, welche Flächen auf dem ehemaligen Betriebsgelände zur Verfügung stehen. Dass es dort unter anderem einen ehemaligen Unterrichtssaal in einer Größe von 120 Quadratmetern gibt, ließ Thum keine Ruhe mehr.

Denn schon lange plagen den AKC Sorgen wegen der nötigen Trainingszeiten nicht nur in der kurzen Session zwischen dem 11. November und den Prunksitzungen Ende Januar. Einige Gruppen proben das ganze Jahr über. Nach eigenen Angaben betreut der AKC allein in seinen Tanzgruppen 90 Kinder und Jugendliche. Weil in der Sporthalle kein Platz mehr ist, müssen „wir durch die Dorfgemeinschaftshäuser tingeln“.

Thum wandte sich an Bürgermeister Heinrich Oppenhausen mit dem Vorschlag, einen Teil des Gebäudes nutzen zu dürfen. Nach einer Besichtigung stand schnell fest: Neben dem großen Saal bietet ein vom übrigen Geschoss und Gebäude abgetrennter Bereich auch zwei Räume von 25 und 17 Quadratmetern für Besprechungen und als Lagerfläche. Zurzeit lagern zahllose Gegenstände unter anderem in privaten Kellern und auf Dachböden.

24 Stunden vor der Jahresversammlung der Karnevalisten gab der Rat grünes Licht. Mehr noch: Oppenhausen berichtete, dass die Gemeinde die Heizung im Gebäude erneuern und die Fenster austauschen werde. Sogar Zuschüsse seien dafür im Rahmen des soeben angelaufenen Dorferneuerungsprogramms denkbar: Umgehend wurde das Projekt in den großen Wunschkatalog aufgenommen. Die Gemeinde könne sich das Projekt durchaus leisten – und dem AKC voraussichtlich auch kostenfrei die Räume zur Verfügung stellen, berichtete der Bürgermeister. Der ehemalige Straßenmeisterei-Betriebshof sei an sechs Firmen vermietet: „Die ganze Anlage trägt sich selbst.“

Oppenhausen denkt bereits weiter. Der gesamte Bürotrakt könnte zu einer kleinen örtlichen Kulturschmiede werden: „Vielleicht haben andere Vereine ja auch noch Raumbedarf.“ So sei am Ende sichergestellt, dass die Immobilie eine sinnvolle Nutzung erfahre.

Nach diesen Ausführungen kam nicht nur frenetischer Beifall auf. „Das ist ein absoluter Hammer“, kommentierte Thum die Nachricht, „einige von uns waren schon ganz schön aus dem Häuschen.“ Die Option sieht er jedoch auch als Verpflichtung: „Wir packen an“, versprach der Präsident Arbeitsleistungen beim Innenausbau und sogar die Finanzierung des notwendigen Materials. Zugleich bot er der Gemeinde die Übernahme einer Hausmeisterfunktion an. Ein erster Muskeleinsatz ist schon vorgesehen: „Wir machen den Parkplatz benutzbar und übernehmen den Heckenschnitt.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg