Apelern (nah). Auf fast allen Ebenen konnte sie eine positive Bilanz über das abgelaufene Jahr ziehen: eine gelungene Kinderfreizeit, wachsende Teilnehmerzahlen bei den Frauengesprächsabenden, eine intensivere Jugendarbeit auf Regionsebene, gutbesuchte Seniorennachmittage und ein mit zwei Bussen unternommener
Gemeindeausflug nach Hermannsburg waren nur einige Punkte. Bewährt habe sich das neue Kindergottesdienst-Konzept mit einem monatlichen Treffen und einem damit verbundenen „Kirchencafé im Turm“. Nur für den Kirchenchor musste sie um mehr Unterstützung bitten: „Er hat junge Stimmen dringend nötig.“
Eine gute Nachricht gab es in eigener Sache: Die Kirchengemeinde behalte ihre Dreiviertel-Stelle und damit auch ihre Pastorin. Sieling wird mit einem Viertel weiterhin Bad Nenndorfer Altenheime betreuen können. Erfreulich sei darüber hinaus, dass der Kirchenkreis mit einer neuen Diakonin-Stelle den Jugenddienst verbessern könne, um gerade die Zusammenarbeit zwischen Kirche und Schule zu fördern: In Zeiten knapper Kassen sei eine personelle Aufstockung schon „recht ungewöhnlich“.
Sieling kündigte für die kommenden Monate eine Ferienreitfreizeit für Kinder, ein dreitägiges Kinder-Ferienprojekt der Region in Apelern sowie eine weitere zweitägige Gemeindefahrt an. Die Reise nach Dresden werde mit einer Übernachtung verbunden sein.
Wenig besorgt zeigte sie sich zu den bevorstehenden Kirchenvorstandswahlen. Es gebe schon eine Reihe von Kandidaten; doch seien in der Liste „noch nicht alle Ortsteile vertreten“. Außerdem erhofft sie sich für ihre Gemeinde ein erneutes Superlativ: Beim letzten Urnengang fielen Apelerner Christen durch die höchste prozentuale Wahlbeteiligung auf.
Der neue Kirchenvorstand wird sich zwei wichtigen Themen widmen müssen. Die Pastorin sieht eine Innenrenovierung der Kirche „als dringend fällig“ an. Möglicherweise müsse außerdem die technisch veraltete Dampfheizung ersetzt werden. Das Problem: An der Sanierung von Innenräumen beteilige sich die Landeskirche nicht mehr. Hier könne die Gemeinde nur selbst mit Unterstützung des Kirchenkreises aufkommen: „Mit diesem Gedanken“, bat die Pastorin, „müssen wir uns schon mal anfreunden“.
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