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Anwohner von Hochwasser eingeschlossen

Apelern Anwohner von Hochwasser eingeschlossen

Erneut hat Hochwasser Anwohner der Straße Am Riesbach in Apelern auf ihren Grundstücken festgesetzt. Auch an der Rodenberger Aue spitzte sich die Situation am Nachmittag zu.

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Eigentlich fließt der Riesbach nur an der rechten Seite der Leitplanke.

Quelle: gus

Apelern/Rodenberg. Um 9.15 Uhr wurde der Weg dichtgemacht, nur noch zu Fuß über die Zäune der Nachbarn konnten die Bewohner von vier Häusern überhaupt ihre Grundstücke verlassen.

Es war das zweite Mal binnen eines Vierteljahres, dass der Riesbach die nach ihm benannte Straße überschwemmte. Dies berichtete ein Anwohner. Die Häuser, die sich am niedrigsten Stück des Weges befinden, sind für deren Bewohner in solchen Situationen wie ein Käfig. Sogar die Toilettennutzung wird zum Wagnis, denn weil die Kanäle voller Wasser sind, können die Menschen am Riesbach nicht mehr unbegrenzt spülen. Möglichst sparsam gehen sie daher an Hochwassertagen mit den verbliebenen Kapazitäten in den Kanälen um – sonst wird es unappetitlich.

Seit Jahren geht das so – und niemandem fällt eine Lösung ein. Pumpwerke können ein ganzes Gewässer nicht im Zaum halten, sagt Jörg Döpke, im Rodenberger Rathaus für den Fachbereich Bauen zuständig. Diese werden im Auegebiet lediglich dazu verwendet, um Wasser aus den Regenkanälen in die Aue zu befördern. Dies soll die Kanäle entlasten, nicht jedoch die Hochwassersituation am Fluss.

Am Riesbach waren die Pumpwerke am Montag hoffnungslos überfordert. Anwohner des Riesbachs pochen aber seit Jahren auf zusätzliche Retensionsflächen außerhalb Apelerns. Und sie verlangen, dass der Schmutzwasserkanal abgedichtet wird. Dort dringe Wasser aus dem Riesbach ein. Ein Anwohner hat nach eigenen Worten den Beweis mit einer Videokamera festgehalten, die er eigens zu dem Zweck in einem Kanalschacht installiert habe.

Am Montag konnten die Anlieger der Straße Am Riesbach nur gebannt auf den Wetterbericht schauen. Immerhin hat der für Dienstag keine Niederschläge vorhergesagt. Wann die Menschen ihre Grundstücke wieder ungehindert verlassen können – für ältere Menschen scheidet die Kletterpartie über die Zäune ja ohnehin aus – war am Montag noch unklar, weil es in der Regel einige Zeit dauert, ehe das Wasser aus den Höhenzügen ringsum abgeflossen ist.

Während am Riesbach mal wieder Land unter herrschte, blieb die Situation an der Aue noch jenseits des ganz kritischen Bereichs, wie Döpke erklärte. Die Stadt Rodenberg verfüge zudem über ein leistungsstarkes Hochwasserschutzkonzept. Zusätzlich zu vier Pumpwerken an den Regenwasserkanälen gibt es ein Stauwehr nahe der IGS. Dieses regelt den Durchfluss der Aue auf ein „verträgliches Maß“, so Döpke. Ab einem bestimmten Level werde das Wasser in Richtung Domäne gestaut, sodass es im Stadtgebiet nicht zu Überflutungen kommt.

Die Rodenberger Feuerwehr war am Montag mit 15 Mann im Einsatz, um die Pumpwerke zu kontrollieren. Außerdem musste ein Baum am Stauwehr entfernt werden. Der erste Keller war auch bald leerzupumpen. gus

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