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Apelern Apelerner Heimatverein feiert Apfelfest
Schaumburg Rodenberg Apelern Apelerner Heimatverein feiert Apfelfest
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13:12 30.09.2018
Die Besucher drehen eifrig am Rad: Die Apfelpresse verlangt Handarbeit. Quelle: nah
Aperlern

Auch die aus Mitteln der Bingo-Lotterie und der Gemeinde finanzierte nagel-neue Pasteurisierungsanlage fand Bewunderer.

Pünktlich zum Auftakt hatten sich etliche Eltern mit Kindern eingefunden. „Es soll ja auch ein Familienfest sein“, war das Ziel vom Vorsitzenden Ferdinand Exler gewesen. So lud eine Burg aus Strohballen zum Toben ein. Viertklässler boten ihr mit Lehrerin Ute Heidemann kreiertes Apfelmemory an.

Schafe streicheln und Stoff bedrucken

Bastler Karl-Heinz Freise verwies per Schild auf seine „Top-Models“: Die vier Schafe ließen sich mitunter streicheln. Bildhauerin Katharina Engelmann half dabei, Wiesen-Maskottchen „Alma“ als Steindruck auf Taschen und T-Shirts zu bringen.

Bürgermeister Andreas Kölle lobte den Eifer der Heimatfreunde nicht nur wegen Streuobstwiese, Apfelpfad und den „über 100 Bäumen“, die dem Ortsnamen, der auf den Holzapfel zurückgeht, gerecht werden. Er erwähnte auch den Bau der Wanderhütten und die Pflege der Ruhebänke. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla fand das Gelände „einfach faszinierend“. Man müsse keinen „zweiten Eiffelturm bauen“, sondern könne auch auf originelle Weise Außenwirkung erzielen.

Keltern erfordert Muskelkraft

Exler lud zum Anpacken ein. Etliche Wannen und Körbe voller Äpfel warteten auf die mit Muskelkraft anzutreibende Kelter. Das sei nicht nur ökologisch sinnvoll: „Apfelsaft schmeckt nur mit einem Tropfen Schweiß.“

Erstklässler sangen ein fröhliches Lied und wurden gleich um eine Zugabe gebeten. Nächstes Jahr beteiligt sich vielleicht der Kindergarten an gleicher Stelle: Ihm sind soeben 280 Liter Saft für die kommenden Wintermonate kostenlos angeboten worden.

Nachbar Matthias von Münchhausen sollte den ersten „Apelerner Apfelbiss“ vornehmen. Dieser wählte einen Gloster aus und befand ihn kauend als „sehr saftig, aber nicht zu süß“. Zuvor hatte Exlers Stellvertreter Gerhard Hurek berichtet, den Biss eines lokalen Prominenten zur Dauereinrichtung werden zu lassen: „So etwas gibt es in Schaumburg und in Niedersachsen noch nicht.“ nah