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Apelern Bewundernde Blicke auf Blumen und Böden
Schaumburg Rodenberg Apelern Bewundernde Blicke auf Blumen und Böden
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20:32 01.08.2011
Die „Offene Pforte“ am Rittergut der Familie von Hammerstein wollen sich viele Besucher nicht entgehen lassen. © nah
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Apelern (nah). Sie mussten eine Menge Geduld mitbringen: Vor der kleinen Orangerie, in der Kaffee und Kuchen angeboten wurde, bildeten sich lange Schlangen. Fast noch länger war die Wartezeit bei einer gewünschten Schlossbesichtigung. Dass sich eine komplette Etage neuerdings wieder im historischen Zustand befindet, galt als die eigentliche Attraktion des Tages.

So haben Boden und Wände, Bilder und Möbel den Blumen deutliche Konkurrenz gemacht. Selbstverständlich galten die bewundernden Blicke dem Zustand des kleinen Parks, der nach überlieferten Plänen aus dem Jahr 1767 sich in Lust- und Nutzgarten gliedert und mit langem Wasserbecken besticht. Rund 500 Gehölze und mehr als 5400 Stauden bilden das stattliche grüne Ambiente zum eher karg wirkenden Schlossgebäude – von der Lindenallee bis hin zu Putten und Pavillon.

Ein Stockwerk über der Gartenpracht gaben Sophie von Gossler-Hammerstein und Ehemann Andreas unablässig Auskunft über die baulichen Neuigkeiten des Familienbesitzes. Während das Erdgeschoss auch weiterhin der privaten Nutzung vorbehalten bleibt, bietet sich in der ersten Etage für Feierlichkeiten aller Art ein Ambiente, an dem Bauherr Anton von Wietersheim in den Jahren um 1590 seine helle Freude hatte.

Fast alle Fußböden sind noch im Originalzustand, die ursprünglichen Türen samt Rahmen wurden sorgfältig restauriert, die Wände zeitgemäß gestrichen und mit Dekorationen versehen. Allein die fachkundigen Führungen wollten sich rund 300 Besucher nicht entgehen lassen.

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