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Das große Wandern

Kleinhegesdorf/Reinsdorf / Straßenschilder versetzt Das große Wandern

 „Es ist ja einiges los, bei Ihnen in Kleinhegesdorf“, lautete das Zwischenfazit von Gemeindedirektor Sven Janisch bei der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Denn zusätzlich zu Beschwerden über einen verschwundenen Feldweg (wir berichteten) hörten die Politiker und Verwaltungsmitarbeiter auch von wandernden Schildern. Offenbar kein Einzelfall in der Gemeinde.

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Steht wieder links: Die Hinweistafel bei Kleinhegesdorf.

Quelle: gus

Kleinhegesdorf/Reinsdorf (gus). Das „Schild des Anstoßes“ war eine Tafel, die ein Durchfahrtverbot und eine Sackgasse an einem Feldweg ausweist. Zudem befindet sich an demselben Mast ein Hinweis für Spaziergänger. Der gesamte Schilderkomplex stand eines Tages – so bestätigten es mehrere Zuhörer in der Sitzung – auf der linken anstatt auf der rechten Seite des Weges, wo er eigentlich hingehört.

Hinter vorgehaltener Hand wurde ein Landwirt beschuldigt, die Schilder versetzt zu haben. Im Gespräch mit dieser Zeitung stritt der Kleinhegesdorfer den Akt an sich auch gar nicht ab. Er stellte den Sachverhalt allerdings durchaus anders dar als die Anwohner bei der Sitzung. Das Durchfahrtverbot werde ständig missachtet, und bereits mehrfach seien die Schilder von Unbekannten zur Seite gedreht worden, sodass sie nicht mehr erkennbar waren.
Doch das Durchfahrtverbot hat dem Landwirt zufolge auch den Hintergrund, dass sich bei Staus auf der Autobahn keine irregeleiteten Lastwagen bei Kleinhegesdorf in der Feldmark festfahren. Zudem benutzen angeblich zahlreiche Einwohner des Ortes den Weg unerlaubterweise, um die Strecke in Richtung Stadthagen abzukürzen.

Die Gemeinde habe die Schilder mehrfach wieder zurückdrehen müssen. So habe er selbst die Tafel auf der anderen Seite so fest verankert, dass sie nicht mehr drehbar war. Von Dauer war das nicht, die Schilder sind bereits wieder auf die rechte Wegseite versetzt worden. Ob sie sich dort nun wieder verdrehen lassen, ist unklar.

Dem Bauausschuss gegenüber forderten die Einwohner des Dorfes nun, dass die Samtgemeinde den Täter ermittelt, der die Schilder versetzt hat. Doch dem erteilte Jörg Döpke eine Absage: Die Samtgemeinde sei nicht Ermittlungsbehörde, diese Aufgabe entfalle auf die Polizei. Die Kommune hatte indes die Pflicht, die Schilder unverzüglich wieder an ihre angestammte Position zu bringen, daher habe sie schnell gehandelt.

Doch es wandern sogar häufiger Schilder in Kleinhegesdorf, hieß es bei der Sitzung. Und auch in Reinsdorf passiere dies regelmäßig, signalisierte Ausschussvorsitzender Willi Ballwanz. Zu Schaden gekommen ist dabei – dem Vernehmen nach – noch keines.

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