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Dialog per Pinsel

Ungewöhnliche Maltechnik in Soldorf Dialog per Pinsel

In einer ehemaligen Soldorfer Tischlerwerkstatt geht es buchstäblich sprachlos zu. Vier Frauen pflegen den Dialog via Farbe und Pinsel. Sie widmen sich dem „Dialogischen Malen“ – und das jetzt seit über 20 Jahren.

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Barbara Müller (von links), Inge Molitor, Margret Krüger und Doris Scheer pflegen das „Dialogische Malen“.

Quelle: nah

SOLDORF. Endlich haben sie einmal die Tür geöffnet, um Freunden und Nachbarn das Geheimnis ihres Schaffens zu erläutern. Großer Nesselstoff im Format 1,50 mal zwei Meter ist die Grundlage ihres Tuns. Die ehemalige Sozialpädagogin Doris Scheer hatte schon 1989 als Autodidaktin zur Kunst gefunden und sich in Kursen weitergebildet. 1994 entdeckte die heute 70-Jährige die Dialogtechnik. In Barbara Müller, Inge Molitor und Margret Krüger fand sie Gleichgesinnte, die in dem hallenartigen Atelier sich paarweise gegenüber stehen.

Wie ein Gespräch beginnt dann der gemeinsame Umgang mit dem Pinsel und drei zuvor festgelegten Farben. Im Wechsel wird gemalt: zunächst auf der Vorderseite, dann auf der Rückseite. Das kann zu abstrakten Ergebnissen führen, ebenso aber können sich gegenständliche Konturen entwickeln.

Nicht für die Wand bestimmt

Nur einen Nachteil haben die großformatigen Kunstwerke. Sie können nicht einfach an die Wand gehängt werden, weil sie dann eben nur zur Hälfte betrachtbar sind. Als Raumteiler würden sie dagegen ihre ganze Wirkung ausstrahlen.

Margret Krüger ist selbst nach 20 Jahren immer noch von diesem Schaffen fasziniert. „Wenn ich wieder nach Hause fahre, bin ich einfach glücklich“, sagt sie. Das Quartett hat sich längst auch an andere Objekte gewagt.

Alte Türen wurden bemalt, auch Metall und Stoffballen. „Es ist immer spannend geblieben“, schwärmt Scheer über das Miteinander. Nie habe es Streit gegeben, wohl aber einen regelmäßigen Austausch unterschiedlicher kreativer Ansichten. nah

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