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Doch keine Skatebahn

Abschließende Ausschusssitzung mit Jugendlichen Doch keine Skatebahn

Eine Skatebahn auf dem Gelände des maroden Spielplatzes hinter dem Apelerner Feuerwehrhaus wird es wohl nicht geben. In der jüngsten Sitzung des Sport-, Sozial- und Fremdenverkehrsausschusses haben die Ratsleute dem Vorhaben eine Absage erteilt.

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Die Anlage in Lauenau – in kleinerer Form und mit Elementen für BMX-Fahrer – galt als Vorbild für die Planungen in Apelern.

Quelle: kle

Apelern. Mit den Jugendlichen, die sich für das Thema starkgemacht hatten, wollen die Politiker weiter zusammenarbeiten. Eine Anlage wie die gewünschte wird es aber aus Kostengründen nicht geben, Diskussionen um mögliche Alternativen oder abgespeckte Versionen führten zu keinem Ergebnis.

„Es ist klar, dass wir etwas für die Jugend machen wollen“, erklärte Andreas Kölle (SPD). Aber der Rat müsse im Auge behalten, dass die Gemeinde auch noch viele andere Aufgaben habe. Eine Ausgabe von 40000 Euro – so viel hätte der Skatepark einem Angebot zufolge gekostet – für ein solches Vorhaben könne sich Apelern einfach nicht leisten. „Das können wir der Bevölkerung nicht vermitteln.“

In der ersten Ausschusssitzung im Frühjahr zu dem Thema war eine Gruppe Jugendlicher, selbst passionierte BMX-Biker, vom Rat dazu angehalten worden, sich Gedanken über eine mögliche Umgestaltung des Spielplatzes zu machen. Damals formulierten die Jungen klar den Wunsch nach einer Anlage, auf der – anders als in Lauenau – nicht nur Skateboarder auf ihre Kosten kommen, sondern auch andere Nutzer wie BMX-Fahrer, vielleicht auch ferngesteuerte Autos. Daraufhin sollten sie ein Konzept erstellen, wie sie sich das Ganze so vorstellen. Auf dieser Basis ließ die Verwaltung ein Angebot erstellen.

Als feststand, dass das Minimum für eine betonierte Anlage bei 40.000 Euro liegt, war für die Ausschussmitglieder klar, dass die einzige Alternative, wenn überhaupt, eine abgespeckte Lösung wäre. Angesprochen wurden in der jüngsten Sitzung schlichtere Elemente beispielsweise aus Spanplatten, die jedoch wohl sehr schnell kaputt gehen. Naturbelassene Elemente aus Erde, die allein für BMX-Fahrer nutzbar wären, sind extrem aufwendig in der Pflege und stark vom Wetter abhängig. Zweifel an der Zahl der potenziellen Nutzer einer solchen Anlage schlossen sich an.

Die Frage aus dem Rat, warum die Jugendlichen nicht weiter an der ehemaligen Kläranlage fahren könnten, beantwortete Gemeindedirektor Sven Janisch nun zum dritten Mal: Die Fläche sei kein Spielplatz, ungesichert und dürfe offiziell eigentlich gar nicht genutzt werden ohne einen aufwendigen Umbau.

Letztlich brachte Kölle den Vorschlag ein, ob die Jugendlichen sich nicht vorstellen könnten, sich als BMX-Sparte dem TuS Germania Apelern anzuschließen und als solche in Eigeninitiative den Bau einer BMX-Anlage ins Rollen zu bringen. Bei diesem Schritt wolle der Rat sie gerne intensiv unterstützen, später auch finanziell. Der Ausschuss schloss sich dem Vorschlag an. kle

Das Traurige daran...

Von Kathrin Klette

Einen Skatepark von der Gemeinde Apelern wird es also nicht geben. Diese Entwicklung kann man gut finden oder auch nicht – auf alle Fälle war sie abzusehen. Und zwar nicht erst seit dem Tag, als das Angebot über die 40 000 Euro auf dem Tisch der Ratsleute lag. Von Anfang an war seitens der Jugendlichen die Rede von einer Skateanlage im Stil von Lauenau gewesen, von Anfang an hatte Sven Janisch darauf hingewiesen, dass so eine Anschaffung nicht billig ist. Dass die – überschaubar große – Bahn in Lauenau schon 80 000 Euro gekostet hatte, muss allen Ratsleuten bekannt gewesen sein. Vor diesen Hintergründen kann eigentlich niemand mehr behaupten, mit einer solchen Kostenentwicklung wäre nicht zu rechnen gewesen. Der Rat hätte gleich Nägel mit Köpfen machen und sagen können: „Eine Sportanlage: ja, aber über die Summe X können wir nicht gehen.“ Jeder hätte gewusst, woran er ist. Stattdessen wurde der Schwarze Peter, was die „Fehlplanung“ angeht, nun an die Jugendlichen weitergereicht, die in der Sitzung zum Teil sogar recht harsch angegangen wurden, nachdem sie sich erst auf Anregung des Rates überhaupt für diese Sache eingesetzt hatten – und das ist das eigentlich Traurige daran.

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