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Drei Delikte auf einmal

Männer aus Gehrden betrunken am Steuer Drei Delikte auf einmal

Gleich ein dreifaches Fehlverhalten haben sich zwei junge Männer geleistet, die am Montagmorgen einen schwarzen Citroen beim Wenden in den Graben an der Straße Großer Winkel in Apelern steuerten.

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Ein Warndreieck, ein Regenschirm und ein Kellnerblock und weitere Gegenstände liegen noch im Graben, wo der Citroen feststeckte.

Quelle: gus

Apelern. Beide waren angetrunken, besaßen keinen Führerschein – und das Auto hatten sie sich auch unerlaubt verschafft.
Doch der Reihe nach: Die Polizei entdeckte das Auto um 7.20 Uhr bei einer Streifenfahrt. Was zunächst nach einem Malheur aussah, entpuppte sich als filmreife Geschichte. Die 22- und 24-jährigen Männer stammten aus Gehrden. In ihrer Wohnung hatten sie in der Nacht zum Montag Alkohol konsumiert – offenbar in unterschiedlichem Maß, denn der 22-Jährige wies einen Atemalkoholwert von 0,7 Promille auf, der 24-Jährige brachte es auf 1,7 Promille.

Damit lag der Tatbestand einer Trunkenheitsfahrt vor – wer von beiden sich dafür zu verantworten hat, ist unklar, denn beide stritten ab, am Steuer gesessen zu haben. Die Polizei ist guter Dinge, dies anhand von Kleidungsfasern zu ermitteln, die sich auf dem Fahrersitz befanden.

Delikt Nummer zwei: Fahren ohne Fahrerlaubnis. Denn keiner der Männer hat einen Führerschein. Auch dabei ist noch zu klären, wem das Vergehen anzulasten ist. Die Polizei setzt darauf, dass sich die Gehrdener einsichtig und vor allem kooperativer zeigen, wenn sie in Kürze im nüchternen Zustand vernommen werden.

Zu allem Überfluss gehörte der Citroen keinem der beiden Männer. Wie sie an das Fahrzeug kamen, wird von der Polizei als „nebulös“ beschrieben. Die Gehrdener gaben an, den Schlüssel gefunden zu haben. Per Knopfdruck wollen sie festgestellt haben, zu welchem Fahrzeug er gehörte, und daraufhin brausten sie aus Gehrden in Richtung Apelern. Stimmt diese Geschichte, handelt es sich um eine Unterschlagung, wie die Polizei erklärte. Den Schlüssel hätte der Finder sofort bei den Behörden abgeben müssen. Erweist sich der Fund als Flunkerei, dürfte ein Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls eingeleitet werden.

Eigentümerin des Autos ist übrigens eine Gehrdener Gastronomin. Diese kam insofern glimpflich davon, als dass der Citroen kaum Schaden erlitt. Außerdem hing ein Generalschlüssel zu ihrem Betrieb am Schlüsselbund, was die jungen Männer aber nicht wussten. Die Frau veranlasste am Montag selbst die Bergung ihres Wagens. gus

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