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Apelern Eifrig pinselt die Garde in den neuen Räumen
Schaumburg Rodenberg Apelern Eifrig pinselt die Garde in den neuen Räumen
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19:32 19.07.2011
Fleißarbeit mit fröhlichen Gesichtern: Die Rot-Weiß-Garde des Apelerner Karnevalclubs sorgt im ehemaligen Straßenmeistereigebäude für einen neuen Anstrich. © nah

Apelern (nah). Die jungen Damen bilden keine Ausnahme. „Es finden sich viele Helfer“, freut sich AKC-Präsident Karl-Heinz Thum, der selbst im „Blaumann“ an diesem Vormittag anpackt, um im früheren Schulungsgebäude der aufgelösten Straßenmeisterei Lauenau Räume für Vereinszwecke herzurichten.

Kaum hatte die Gemeinde Apelern vor Monaten die Immobilie erworben, warteten die Karnevalisten mit Ideen für die weitere Nutzung des ehemaligen Bürotrakts auf. Vor allem auf den 126 Quadratmeter großen Unterrichtsraum hatten sie einen Blick geworfen: Er würde den vielen Tanzgruppen als künftige Trainingsstätte dienen.
Thum stieß auf offene Ohren bei den Kommunalpolitikern. Nachdem sich mit DRK, Laienspielgruppe, Musikverein, Treckerclub und Heimatverein fünf weitere Gemeinschaften fanden, war schnell klar: Der ehemalige Betriebshof bleibt gewerblicher Nutzung vorbehalten; das Bürogebäude aber dient fast ausnahmslos dem örtlichen Vereinsleben und soll zur „Kulturschmiede“ werden.

Die Pachteinnahmen ermöglichen nicht nur eine kostenfreie Überlassung; sie erlauben auch die Finanzierung fälligen Baumaterials und weiterem Sanierungsbedarf.

Ungeachtet der sommerlichen Urlaubszeit legten vor allem die Karnevalisten los: Während die Rot-Weiß-Garde bereits seit Wochen wegen bevorstehender Meisterschaften trainiert, sollen alle Kindergruppen nach dem Ferienende sich hier ebenfalls einfinden. „Davon profitiert auch der Sportverein“, weiß Thum, weil der Karneval nicht mehr die große örtliche Halle mitbenutzen muss.

In der eigenen künftigen Trainingsstätte ist bereits der Fußboden gewienert worden. An der Stirnwand entsteht die Unterkonstruktion für die vorgesehene Spiegelfläche: Auf 18 Quadratmetern können die Tanzgruppen dann selbst die Symmetrie ihrer Bewegungen kontrollieren. Im AKC-Trakt stehen außerdem ein Lagerraum für Garderobe und Utensilien, eine Umkleide sowie ein großer Aufenthalts- und Besprechungsraum zur Verfügung.

Die Freude über diese Gegebenheiten weckt schon neue Wünsche. Ein Schwingboden im großen Saal ist das nächste Ziel des AKC: Laminat auf acht Millimetern Dämmung dürfte außerordentlich dienlich für Gelenke und Spagat sein.

Einvernehmen der Vereine

Im großen Flur des ehemaligen Straßenmeistereigebäudes hängt bereits der einvernehmlich aufgestellte Belegungsplan: Karnevalsclub, DRK und Laienspieler finden ihre Räume im Erdgeschoss. In der ersten Etage richten sich Musikverein auf großer Fläche, Treckerclub und Heimatfreunde ein. Sogar für zwei Bands, die schon seit längerer Zeit hier üben, ist im Gebäude Platz.

Der AKC hat sich – in der Person seines Präsidenten – für die Hausmeisterfunktion bereit erklärt. Allerdings müssen Reinigungsplan und Winterdienst gemeinsam mit den übrigen Nutzern festgelegt werden. Thum sieht alle beteiligten Vereine in der Verantwortung bei der Pflege und Unterhaltung der Immobilie, auch wenn der AKC als größter Interessent in Vorleistung getreten ist. In einer ersten Maßnahme wurde der völlig verkrautete Parkplatz zugänglich gemacht. Auch der dichte Bewuchs rund um das Haus ist schon in Teilen verschwunden.