Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Eifrig pinselt die Garde in den neuen Räumen

Apelern / Karnevalsclub Eifrig pinselt die Garde in den neuen Räumen

Diesmal schwingen sie nicht die Beine, tragen auch nicht Dreispitz, Perücken und die rot-weiße Uniform, die sie als Markenzeichen weit über die Grenzen ihres Ortes hinaus bekannt gemacht haben. Im Gegenteil: Das T-Shirt ist bekleckert; weiße Farbspritzer finden sich sogar in den Gesichtern. Aber fröhlich gehen sie ihrer Aufgabe nach: Die Rot-Weiß-Garde des Apelerner Karnevalclubs (AKC) pinselt eifrig Farbe an die Wände.

Voriger Artikel
Für Hecken und Bäume ist kein Platz
Nächster Artikel
Namensschilder für Feldmark-Apfelbäume

Fleißarbeit mit fröhlichen Gesichtern: Die Rot-Weiß-Garde des Apelerner Karnevalclubs sorgt im ehemaligen Straßenmeistereigebäude für einen neuen Anstrich. © nah

Apelern (nah). Die jungen Damen bilden keine Ausnahme. „Es finden sich viele Helfer“, freut sich AKC-Präsident Karl-Heinz Thum, der selbst im „Blaumann“ an diesem Vormittag anpackt, um im früheren Schulungsgebäude der aufgelösten Straßenmeisterei Lauenau Räume für Vereinszwecke herzurichten.

Kaum hatte die Gemeinde Apelern vor Monaten die Immobilie erworben, warteten die Karnevalisten mit Ideen für die weitere Nutzung des ehemaligen Bürotrakts auf. Vor allem auf den 126 Quadratmeter großen Unterrichtsraum hatten sie einen Blick geworfen: Er würde den vielen Tanzgruppen als künftige Trainingsstätte dienen.
Thum stieß auf offene Ohren bei den Kommunalpolitikern. Nachdem sich mit DRK, Laienspielgruppe, Musikverein, Treckerclub und Heimatverein fünf weitere Gemeinschaften fanden, war schnell klar: Der ehemalige Betriebshof bleibt gewerblicher Nutzung vorbehalten; das Bürogebäude aber dient fast ausnahmslos dem örtlichen Vereinsleben und soll zur „Kulturschmiede“ werden.

Die Pachteinnahmen ermöglichen nicht nur eine kostenfreie Überlassung; sie erlauben auch die Finanzierung fälligen Baumaterials und weiterem Sanierungsbedarf.

Ungeachtet der sommerlichen Urlaubszeit legten vor allem die Karnevalisten los: Während die Rot-Weiß-Garde bereits seit Wochen wegen bevorstehender Meisterschaften trainiert, sollen alle Kindergruppen nach dem Ferienende sich hier ebenfalls einfinden. „Davon profitiert auch der Sportverein“, weiß Thum, weil der Karneval nicht mehr die große örtliche Halle mitbenutzen muss.

In der eigenen künftigen Trainingsstätte ist bereits der Fußboden gewienert worden. An der Stirnwand entsteht die Unterkonstruktion für die vorgesehene Spiegelfläche: Auf 18 Quadratmetern können die Tanzgruppen dann selbst die Symmetrie ihrer Bewegungen kontrollieren. Im AKC-Trakt stehen außerdem ein Lagerraum für Garderobe und Utensilien, eine Umkleide sowie ein großer Aufenthalts- und Besprechungsraum zur Verfügung.

Die Freude über diese Gegebenheiten weckt schon neue Wünsche. Ein Schwingboden im großen Saal ist das nächste Ziel des AKC: Laminat auf acht Millimetern Dämmung dürfte außerordentlich dienlich für Gelenke und Spagat sein.

Einvernehmen der Vereine

Im großen Flur des ehemaligen Straßenmeistereigebäudes hängt bereits der einvernehmlich aufgestellte Belegungsplan: Karnevalsclub, DRK und Laienspieler finden ihre Räume im Erdgeschoss. In der ersten Etage richten sich Musikverein auf großer Fläche, Treckerclub und Heimatfreunde ein. Sogar für zwei Bands, die schon seit längerer Zeit hier üben, ist im Gebäude Platz.

Der AKC hat sich – in der Person seines Präsidenten – für die Hausmeisterfunktion bereit erklärt. Allerdings müssen Reinigungsplan und Winterdienst gemeinsam mit den übrigen Nutzern festgelegt werden. Thum sieht alle beteiligten Vereine in der Verantwortung bei der Pflege und Unterhaltung der Immobilie, auch wenn der AKC als größter Interessent in Vorleistung getreten ist. In einer ersten Maßnahme wurde der völlig verkrautete Parkplatz zugänglich gemacht. Auch der dichte Bewuchs rund um das Haus ist schon in Teilen verschwunden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg