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Ein Riss ist zu kitten

Gemeinderat Ein Riss ist zu kitten

Die Turbulenzen während der konstituierenden Sitzung des Apelerner Gemeinderates sind auch bei der Klausur der Wählergemeinschaft Schaumburg in Rodenberg zur Sprache gekommen. Heinz Müller unterstellte CDU und SPD indirekt den Versuch, der Wählergemeinschaft Apelern Posten abspenstig zu machen.

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Symbolbild

Apelern/Rodenberg. „Unseren Informationen nach haben sich SPD und CDU fünf Minuten vor der Sitzung entschlossen, dass sie zusammengehen“, berichtete Müller. Mit dieser Gruppenbildung sind die Verhältnisse im Rat eindeutig geklärt: SPD/CDU kommt auf neun Mandate, die Gruppe WGA/Grüne kommt auf vier.

Dann wurde laut Müller versucht, die zweite Stellvertretung des Bürgermeisters abzuschaffen, um zu verhindern, dass die WGA diesen Posten bekommt. Begründet wurde der Vorstoß zwar damit, dass der zweite Stellvertreter ohnehin kaum zum Einsatz kommt. Beobachter sehen darin allerdings einen Beleg für die Linie der beiden Volksparteien, Politiker der Wählergemeinschaften von repräsentativen Ämtern fernzuhalten – als Reaktion auf deren zunehmend starke Wahlergebnisse.

Sassmann nicht zum Stellvertreter Hudallas gewählt

Im Samtgemeinderat Rodenberg war beispielsweise Ralf Sassmann, der von den Wählern am 11. September mit Abstand die meisten Stimmen erhalten hatte, nicht zu einem der beiden Stellvertreter Georg Hudallas gewählt worden. Es kamen stattdessen Hans-Dieter Brand (SPD) und Erhard Steege (CDU) zum Zuge.

Auch in Messenkamp wäre Udo Meyer (WGMA) in einer Kampfabstimmung beinahe an Jutta Müller (SPD) gescheitert, die von den Sozialdemokraten als Bewerberin um die stellvertretende Bürgermeisterrolle aufgestellt worden war. Doch überraschend erhielt Meyer mehr Stimmen, obwohl selbst WGMA und Grüne zusammen knapp in der Minderheit sind. Ein SPD-Mandatsträger muss also für Meyer votiert haben.

In Apelern kam nur Daniela Kastning als Kandidatin für die zweite Stellvertretung infrage, weil sie den erforderlichen Sitz im Verwaltungsausschuss inne hat. Dort sitzen außerdem Bürgermeister Andreas Kölle (SPD) und dessen erster Stellvertreter, Börries von Hammerstein (CDU). Nur per Streichung des zweiten Stellvertreterpostens wäre die Wahl der WGA-Ratsfrau zu verhindern gewesen – das scheiterte wiederum am allgemeinen Durcheinander in der Sitzung.

„Die gute Zusammenarbeit, die man vor der Wahl immer gelobt hat, die hat einen Riss bekommen. Da wird erst mal einiges zu kitten sein“, sagte Müller nun in Rodenberg. gus

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