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Apelern Ein Volk bezieht sein neues Reich
Schaumburg Rodenberg Apelern Ein Volk bezieht sein neues Reich
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15:20 15.05.2018
Imkerin Anna-Lisa Giehl zeigt den Behälter, aus dem heraus die Bienen in das Haus einziehen sollen. Quelle: rg
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REINSDORF

Bei der Eröffnung war es nicht nur dank des bombastischen Wetters rappelvoll. Seit Jahren sind Veranstaltungen wie das Sommerfest der Waldimkerei regelrechte Publikumsmagneten. Nun erhielt zum Saisonstart Leben Einzug in das Bienenhaus. Und zwar buchstäblich: Imkerin Anna-Lisa Giehl brachte vor großem Publikum das erste Bienenvolk dazu, sich in dem Gebäude einzunisten.

In ihrer Moderation erklärte die Imkerin die einzelnen Schritte. Auch dies trug offenbar dazu bei, dass die Zuschauer keinerlei Angst vor Stichen zeigten. Ganz nah rückten sie heran, um den Moment in Bildern festzuhalten. Einige schauten auch von innen durch ein Fenster zu.

Erfahrungsraum für Mensch und Insekt

Das Haus wird einerseits Lebensraum für die nützlichen Insekten sein. Doch andererseits soll es auch Besuchern dazu dienen, sich mit den Lebensweisen von Bienen auseinanderzusetzen. „Erfahrungsraum für Bienen und Menschen“ lautet der Slogan, mit dem der Verein Bienenhaus für sein Projekt wirbt. Dieses wird als einzigartig angepriesen.

Zwei junge Zuschauerinnen haben augenscheinlich keinerlei Berührungsängste.

Den Vereinten Nationen, die die Zeit von 2010 bis 2020 als UN-Dekade Biodiversität ausgerufen haben, genügte das Konzept in jedem Fall für die Vergabe des begehrten Prädikats. Dieses hatte in der näheren Umgebung bereits der Naturlehrpfad bei Rehren in der Samtgemeinde Nenndorf erhalten.

Beispielhafter Nutzen

Das Bienenhaus trage „in beispielhafter Weise zu den von den Vereinten Nationen ausgerufenen Zielen bei“, heißt es zu der Preisvergabe. Das Gebäude verbindet die Selbstorganisation von zehn Bienenvölkern mit dem Bestreben der Menschen, den Naturraum zu schützen. Die Arbeit an dem Projekt hat bereits im Jahr 2015 begonnen, erstmals der Öffentlichkeit vorgeführt wurde das seinerzeit in groben Zügen fertige Haus vor etwa einem Jahr. Finanziert wurde der Bau vor allem mit Spendengeld.

Die Reinsdorfer Imkerin Giehl ist quasi für die fachliche Seite zuständig und leitet auch Führungen. Postalisch ist der Bienenhaus-Verein in Berlin beheimatet, da die Vorsitzende, Elisabeth Brüggemann, dort wohnt.
Von nun an bis zum September bietet der Verein immer mittwochs einen Tag der offenen Tür an. Von 14 bis 18 Uhr können die Besucher sich dort über Bienen informieren lassen. Für diese Führungen ist Wolfgang Schlüter zuständig. Das Bienenhaus kann auch für Feiern, Tagungen und Workshops gemietet werden.

Hierfür wiederum sind Giehl, Telefon (0 50 43) 40 17 76, und Christiane Hobert, Rufnummer 01 63-6 80 87 92, zuständig.

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