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Ein Weg sucht neue Paten

Nachfolger gesucht Ein Weg sucht neue Paten

Steil aufwärts geht es am Kleinen Riesen westlich von Apelern. Apfelbäume säumen den Wiesenweg hinauf zum Ehrenmal.  Doch momentan bereitet der Zustand der kleinen Verbindung Sorgen. Dieter Riedel will nicht mehr. Alter und Gesundheit lassen es nicht mehr zu.

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Rotlichtbezirk im Obstgarten

Für die Pflege von Weg und Ehrenmalgelände sucht Dieter Riedel eine Nachfolge.

Quelle: NAH

nah. Sogar Stromleitungen liegen unter der Erde, weil dort einmal Lampen hätten stehen sollen.

Kürzlich ist die fußläufige Verbindung sogar ins Gerede gekommen. Im Apelerner Bauausschuss wurde beklagt, dass grüner Bewuchs die vor Jahren aufgebrachte Beschotterung bereits überdecke. Die Politiker waren sich einig, den Weg weiter zu pflegen, weil er unter anderem Wanderern eine Hilfe ist, damit diese die viel befahrene Landesstraße meiden können, wenn sie über den Kleinen zum Großen Riesen laufen wollen. Damals sagte Bürgermeister Andreas Kölle zu, mit dem Schützenclub über ehrenamtliche Hilfe sprechen zu wollen.

 „Das tun wir doch seit jeher“, sagt Riedel und verweist dabei auch auf Friedel Weihe und den Vorsitzenden Bernd Leifheit, die ihn gelegentlich unterstützen. Schon 2006 hatte er mit der Pflege des damals ziemlich zugewachsenen Ehrenmals begonnen. Seither halten die Helfer vor allem den schönen Blick frei, der sich von dort oben auf Apelern und weiter zum Deister bietet.

 Mit dem damaligen Bürgermeister Heinrich Oppenhausen habe er auch die Bank restauriert. Überhaupt sei Oppenhausen die treibende Kraft gewesen, den Weg für Wanderer und sicherlich auch für Schützen herzurichten. Riedel hat ihn seither mit Unterstützung seiner beiden Schützenbrüder in Ordnung gehalten.

„Doch leider geht das jetzt nicht mehr“, bedauert der 76-Jährige. Seit gut einem Jahr ist er nur noch sporadisch im Einsatz gewesen: Anstrengungen lösen bei ihm krankheitsbedingte Atemnot aus. Die Suche nach jüngeren Helfern verlief bislang ergebnislos. Sogar beim Heimatverein hatte er schon angefragt. „Dabei ist einmal im Monat nach zwei Stunden alles erledigt“, beschreibt er den geringen Zeitaufwand – und hadert ein wenig mit der Bequemlichkeit der Bürger: „Es wird so oft mit dem Finger auf die Gemeinde und die Verwaltung gezeigt.

Da könnten doch auch die Einwohner einen kleinen Beitrag leisten.“ So sieht er auch sein Engagement in der Vergangenheit: „Ich profitiere vom Staat und der Gemeinschaft, dann will ich mich an einer Stelle auch einbringen“, sagt er und schaut quasi nebenbei in den regelmäßig gut gefüllten Abfallkorb: „Den habe ich bislang auch immer geleert.“

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