Apelern (nah). Ortsbrandmeister Michael Pfingsten musste die Kommunalpolitiker nicht lange überzeugen. Dass die winzige Herrentoilette nicht ausreichend ist, hatten diese längst eingesehen. Ein bislang ungenutzter Garagenraum könnte Platz für neue, nach Geschlechtern getrennte Anlagen bieten. 40000 Euro kosten Umbau und Einrichtung voraussichtlich. Die Investition genießt ebenso Priorität wie die örtliche Brücke Steinkamp, die für 88000 Euro zu erneuern ist.
In Apelern selbst will der Ausschuss die Schmiedestraße einschließlich ihres Untergrunds für 155000 Euro erneuern. Energetische Maßnahmen sind für die „Kulturschmiede“ in Form neuer Fenster und einer anderen Heizungsanlage für insgesamt 140000 Euro vorgesehen. Ein Schwerpunkt für Reinsdorfer Projekte liegt in der Verkehrsberuhigung im Zuge der Landesstraße. Die drei Vorhaben könnten 205000 Euro verschlingen. Doch da ist noch Vieles unklar, weshalb Baubereichsleiter Jörg Döpke dem Ausschuss vorschlug, ein Fachbüro einzusetzen.
Döpke drängte zur Eile: Bis zum 15. Februar müssten Förderanträge gestellt werden. Apelern dürfte in der bis Ende 2017 gültigen Bewilligung insgesamt eine Million Euro an Fördermitteln abrufen, wobei mehr als die Hälfte der Investitionen von der Gemeinde selbst zu tragen ist. Die Prioritätenliste sei lang, räumte Döpke ein und nannte unter anderem Hochwasserschutz für Lyhren und Apelern, einen Gehweg an der Lyhrener Straße, die Erneuerung von Straßenlampen sowie die Neugestaltung von Marktplatz und Kirchhof in Apelern. „Was davon letztlich gefördert wird, wissen wir heute nicht“, sagte Döpke, „da fehlt auch mir die Erfahrung“.
Einen Dämpfer gebe es momentan bei den von privater Seite gewünschten Maßnahmen, berichtete der stellvertretende Gemeindedirektor Sven Janisch: „Die Förderung ist von Hannover abgebremst worden.“ Konkreteres könne erst im ersten Halbjahr 2012 gesagt werden, riet er zur gelegentlichen Nachfrage im Rathaus.
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