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Getränkemarkt plötzlich dicht

Apelern Getränkemarkt plötzlich dicht

Die Bevölkerung von Apelern hat einen weiteren Vor-Ort-Versorger verloren. Seit der vergangenen Woche ist der Getränkehandel am Marktplatz geschlossen.

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Hauseigentümer Jürgen Peters bedauert das Ende einer über 30-jährigen Kundentradition: Der Apelerner Getränkemarkt ist seit zehn Tagen geschlossen.

Quelle: nah

Apelern. „Wie aus heiterem Himmel“, kommentierte eine Einwohnerin. Genervt hatte sie am vergangenen Mittwoch eine leere Getränkekiste wieder in den Kofferraum ihres Wagens gepackt: „Wo bleibe ich jetzt damit?“, fragte sie sich und las kopfschüttelnd den kleinen Aushang an der Ladentür: „Am 17. Juni wird das Geschäft geschlossen.“ Doch auch am 18. Juni blieb es dicht sowie an allen folgenden Tagen. Immer wieder kehrten Kunden unverrichteter Dinge um, darunter auch ein Feggendorfer, der dem Geschäft seit Jahren die Treue hielt.

Von Pächter Kai Parno war auf Anfrage nicht viel zu erfahren. Seine anfänglichen Aussagen revidierte er in einem weiteren Telefonat und beendete es: „Ich gebe dazu keinen weiteren Kommentar ab.“

Hauseigentümer Jürgen Peters, der das Geschäft mit seiner Frau 28 Jahre lang geführt hatte, bis er es 2009 aus Altersgründen verpachtete, wurde von Parnos Entscheidung ebenfalls überrascht. „Am 13. Mai hat er mir plötzlich zum 30. Juni gekündigt“, so Peters. Dass der gewerbliche Mietvertrag aber auf zehn Jahre abgeschlossen war und eigentlich bis 2020 läuft, beschäftigt inzwischen die Rechtsanwälte.

Peters selbst kann wegen seines Alters das Geschäft nicht mehr übernehmen. „Aber ich hätte wohl einen Nachfolger gesucht, wenn mir mehr Zeit geblieben wäre.“ Inzwischen sei es wohl zu spät: Das noch vorhandene Voll- und Leergut hätten die Lieferanten zum Wochenbeginn abgeholt.

Apelerns Bürgermeister, Günter Knief, bedauert die Entwicklung in der Dorfmitte. „Aber es ist wohl der Trend der Zeit, dass kleine Geschäfte schließen.“ Was auch bitter für die Einwohner ist: Gerade hat der Friseursalon Freise an der Hauptstraße den Betrieb eingestellt – ebenfalls aus Altersgründen.

Knief wünscht sich, dass die Bäckerei Stummeyer/Helle mit ihrem Ladengeschäft zumindest einen Teil der Nahversorgung aufrechterhält. Auch ist die Gemeinde nach seinen Angaben weiterhin bemüht, wieder einen Lebensmittelanbieter anzusiedeln. „So ein ‚Nahkauf‘ wie er in anderen vergleichbaren Orten vorhanden ist, wäre schon schön“, so Knief. Das Problem: „Wir brauchen geeignete Räume in der Ortsmitte.“ Diese seien bislang nicht in Sicht. nah

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