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Große Wünsche für „toten“ Spielplatz

Drei Standorte in Apelern Große Wünsche für „toten“ Spielplatz

Von kleineren Reparaturen bis zur kompletten Generalüberholung: Die Zukunft der Spielplätze in der Gemeinde Apelern hat die Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Sport und Fremdenverkehr beschäftigt. Bei einem Ortstermin nahmen sie die insgesamt drei Standorte einmal genauer ins Visier.

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Während die Ratsleute den Spielplatz an der Appeldorner Straße inspizieren, hat die fünfjährige Pia sichtlich Spaß auf der Netzschaukel.

Quelle: kle

Apelern. Einigermaßen unkompliziert gestaltet sich wohl die Wartung des Platzes an der Appeldorner Straße. Das größte Problem bereitet dort der Sand, der wegen des angrenzenden Grüns schnell zuwächst, wie Gemeindedirektor Sven Janisch erklärte. Die Verwaltung will den Sand deshalb etwas tiefer ausheben lassen, um so das Unkraut samt Wurzeln herauszubekommen. Außerdem müssen an dem Holzgerüst ein paar Latten ausgetauscht werden.

 Am Spielplatz am Kirchplatz muss da schon einiges mehr gemacht werden – unter anderem das Klettergerüst ist marode und muss abgerissen werden. Die Grundschule hatte dafür vor einiger Zeit eine „Wunschliste“ eingereicht, da der Platz hauptsächlich von den Grundschülern während der großen Pause genutzt wird. Das Gros der Kosten – für ein Fußballtor, ein Klettergerüst und ein Reck – übernimmt deshalb die Samtgemeinde als Schulträger. Da der Platz ansonsten öffentlich ist, will jedoch auch die Gemeinde Apelern etwas beisteuern – nach Wunsch des Ausschusses eine Nestschaukel im Wert von rund 3600 Euro.

 Das größte Sorgenkind in Apelern bildet der Spielplatz an der Lyhrener Straße. Ein zugewachsener Sandkasten, eine traurige, zerbeulte Rutsche – und weit und breit kein Kind zu sehen. „Dieser Platz wird kaum noch genutzt“, stellte Janisch fest. Auch lebten im näheren Umkreis kaum noch Kinder im „Spielplatz-Alter“. Die einzige Alternative zum kompletten Einstampfen des Angebots sei deshalb nur eine Neugestaltung.

 Aus diesem Anlass hatte die Verwaltung ein paar junge Mitbürger zur Ausschusssitzung eingeladen, die ihre Wünsche und Vorstellungen mitteilen sollten. Dem 13-jährigen Hannes und seinen Freunde steht der Sinn eindeutig nach einer Skaterbahn – und zwar einer solchen, die für Nutzer unterschiedlicher Gefährte interessant ist. Moderne Skaterparks ohne die klassischen Halfpipes bilden einen Anlaufpunkt für Skateboard-, Rollschuh- und BMX-Fahrer. Auch für elektrobetriebene Modellautos würde sich eine solche Bahn eignen.

 Nun sollen sich die Jugendlichen gemeinsam Gedanken machen, was genau sie sich für einen Skaterpark wünschen, und ein Konzept erstellen. Auf dieser Basis wollen die Politiker über das Thema erneut beraten. Denn günstig ist so eine Anlage nicht. Allerdings ist die betreffende Fläche Teil der Dorferneuerung, erklärte Janisch. Sollte die Anlage tatsächlich entstehen, würden 40 Prozent der Kosten vom Land übernommen. kle

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