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Großprojekt hat abgespeckt

Geplantes Ärztehaus Großprojekt hat abgespeckt

Geradezu euphorisch wirkte der Rat der Gemeinde Apelern in der Planungsphase zum Ärztehaus. Angedacht waren zwei Praxen und ein kleiner Laden. Im ersten Obergeschoss sollten drei Wohnungen entstehen. Doch nun ist der Rat zurück gerudert und hat sich nur für die kleine Lösung entschieden.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Apelern. Diese kostet rund 1,4 Millionen Euro und damit 400.000 Euro weniger als die große Lösung. Die Förderung in Höhe von 500000 Euro, deren Bescheid bereits übergeben wurde, bleibt trotz geringerer Kosten bestehen. Baulich wird auf die zweite Praxis verzichtet, ebenso auf das kleine Ladenlokal. Statt drei Wohnungen wird es voraussichtlich nur zwei geben. In etwa einer Woche rechnet Stadtdirektor Sven Janisch mit den neuen Zeichnungen des Planungsbüros. Zeitnah soll auch der Abriss der beiden Gebäude beginnen, die aktuell noch auf dem Grundstück an der Hauptstraße 13 stehen.

„Unterm Strich ist es gut, dass das Projekt überhaupt zustande gekommen ist“, meinte Janisch, auch wenn die Verwaltung die große Lösung präferiert hätte. Das Ärztehaus sei eine „Steilvorlage für Apelern“. Die Ratsleute haben sich für die „Deutsche Vollkasko-Mentalität“ entschieden, so Janisch, statt bei der großen Lösung das damit einhergehende größere wirtschaftliche Risiko in Kauf zu nehmen.

Risiko bei großer Lösung zu hoch

Bei einer geheimen Abstimmung sprachen sich acht Ratsleute für die kleine Lösung aus, vier enthielten sich, und einer stimmte dagegen. Bei der vorangegangenen Diskussion hatte zunächst Börries von Hammerstein für die CDU das Wort ergriffen. Er argumentierte, das Risiko bei der großen Lösung sei zu hoch. Je mehr gebaut wird, desto besser sei durch höhere Mieteinnahmen unterm Strich die Bilanz, so von Hammerstein. Aber es sei keinesfalls sicher, dass alle Teile der Immobilie vermietet werden. „Wir sollten das nicht auf blauen Dunst hin entscheiden“, meinte von Hammerstein. Hier kritisierte er insbesondere, dass die vom Rat verlangten Vorverträge mit den Ärzten so lange auf sich warten ließen. Kurz zuvor ist die Physiotherapeutin, die der Rat gerne für das Ärztehaus gewonnen hätte, abgesprungen. Die kleinere Alternative spare Geld beim Bau und sei später auch gestalterisch schöner, sagte er. Dem schlossen sich auch Daniela Kastning (WGA) und Elisabeth Rautenberg-Röver (Bündnis 90/Die Grünen) an.

Mögliches Minus von 500 Euro im Monat

Dietmar Weh von der SPD sah das anders. „Die große Lösung ist durchaus tragbar“, meinte er. Außerdem sei das Risiko überschaubar. Wenn die beiden zugesagten Ärzte kommen, ergebe sich hier auch eine „Magnetwirkung für eine weitere Praxis der gesundheitlichen Versorgung“, so Weh. Auch für Bürgermeister Andreas Kölle (SPD) war die „große Lösung die einzig wahre Lösung“. Durch die Mindereinnahmen bei der Vermietung müsse die Gemeinde bald Geld für die Unterhaltung der Immobilie zuschießen, argumentierte er. Aus einer Wirtschaftlichkeitsberechnung, die von Hammerstein vorlegte, ging hervor, dass Apelern bei der großen Lösung unterm Strich monatlich 100 Euro Plus verbucht, bei der kleinen Lösung hingegen ein Minus von rund 500 Euro entsteht. göt

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