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Apelern Heiße Ware in der Bank vom Heiligen Geist
Schaumburg Rodenberg Apelern Heiße Ware in der Bank vom Heiligen Geist
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06:15 13.11.2012
Aber Herr Direktor: Francesca (Meike Feuerhake), Marcello (Jens-Peter Hirt) mit dem erschöpften Contarini (Hermann Doebel). Quelle: nah
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Apelern/Lauenau (nah)

Mamma kommt - und mit ihr gleich mehrere ominöse Pakete pornographischen Inhalts. Und das in der Dienstwohnung des jungen Filialleiters Marcello (Jens-Peter Hirt) und seiner frisch angetrauten Francesca (Meike Feuerhake) im Stockwerk über der vom Vatikan betriebenen Bankfiliale. Nicht genug, dass die besitzergreifende Mutter Eleonora (Gritli Tegtmeier) den Haushalt des jungen Paares durcheinander bringt. Sie will auch Marcellos sittenstrengen Vorgesetzten Contarini (Hermann Doebel) einquartieren. Dabei sorgen neben einem verschwundenen Scheck und den unverlangt eingetroffenen Sexartikeln auch der Mönch und Bankrevisor Nicolas (Ingo Borkenhagen) für Turbulenzen, zumal überraschend das ebenfalls eingetroffene Freudenmädchen Gina (Isabell Michaelis) dem frommen Mann aus Rom den Kopf verdreht, so dass dieser – „Zum Teufel mit dem Sex“ – rasch seinen Beichtvater aufzusuchen gedenkt.

Die Schlüsselrolle in dem ganzen Durcheinander aber spielt der etwas einfältige und tollpatschige Bankkassierer Paolo (Christian Oberwinster), weil dieser als „Nothelfer“ in allen Situationen herhalten und vor allem die „heiße Ware“ verschwinden lassen muss. Das geht gründlich daneben und ruft den Polizeiinspektor (Marcus Knief) auf den Plan.

Was die Aufführung besonders auszeichnet: Besser hätten die einzelnen Rollen ganz einfach nicht besetzt werden können. Und so wurde es ein gelungener Theaterabend, dem am 16., 17., 18., 23. und 24. November Wiederholungen im Lauenauer Sägewerk folgen. Dank vieler helfender Hände im Hintergrund sowie der Regie von Evelyn Möller, der Arbeit von Maskenbildnerin Helma Koller und der eigentlich fast arbeitslosen Souffleuse Inge Kaufmann haben sich die Laienspieler aus der Riesbachgemeinde ein neues Glanzlicht aufgesetzt. Auf ihren Internetseiten bewerten sie mit bis zu fünf Sternen stets selbst ihre früheren Inszenierungen. Die diesjährige hätte zweifellos einen sechsten verdient gehabt.

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