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In Apelern sind die Narren los

Karneval In Apelern sind die Narren los

„Zugabe, Zugabe.“ Frenetisch fordert das Publikum noch einmal die kuriosen Eskapaden auf der großen Bühne. Schweißgebadet sind die „Magischen Helden“ nach ihren schnellen Tanzschritten und das „Junge Ballett“, das affengleich über die Bühne gehopst war. Nur kurz können sie verschnaufen, dann geht der Wahnsinn des Apelerner Karnevals weiter.

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 „Tarzan“ auf dem Tisch es Elferrats: Dem Publikum gefällt es.

Quelle: nah

Apelern. Aber die gut 100 Männer und Frauen des Apelerner Karnevals wollen das so. Monatelang haben sie geübt. Jetzt ist es endlich an der Zeit, die Ideen und Tanzschritte, die Gags und Parodien dem Publikum zu zeigen. Schon schwingt der „Husar“ sein Funkenmariechen in die Luft, die Rot-Weiß-Garde agiert perfekt bis in die Zehenspitzen – und trotz aller Anstrengungen lächelnd.

Da gibt es einen Ausflug in die fünfziger Jahre samt Elvis-Double, und „Kurz nach Vier“ rockt die Halle. Das ist nicht etwa eine Uhrzeit, sondern der Name der Band, die – wie der Apelerner Karnevalsclub auch – die örtliche „Kulturschmiede“ für ihre Proben nutzt und nun mit Gassenhauern zum Mitsingen animiert.

Es war nur einer der vielen Höhepunkte der vierstündigen Veranstaltung. Zuvor hatte schon Hendrik Thies mit rotem Einstecktuch und dem legendären weißen Bademantel Udo Jürgens parodiert – mit einem Medley, das selbst Elferratspräsident Karl-Heinz Thum den Atem verschlug: „Super Aussehen, super Bühnenbild“, lobte er. Das Gänsehaut-Gefühl, das er schon bei der Generalprobe spürte, sollte sich später noch einmal einstellen, als „Tarzan“ an einer „Liane“ hoch über den Elferratsköpfen hinweg zu „Jane“ schwang.

Ein fulminantes Finale mit allen Mitwirkenden beendete das Spektakel. „Die können was erleben“, kommentierte ein begeisterter Apelerner auf dem Heimweg mit reichlich Neid in der Stimme. Gemeint hat er die Besucher, die am kommenden Wochenende in zwei weiteren Sitzungen die große närrische Schau verfolgen können. 

+++ Mit einem neuen Dress überraschte die Rot-Weiß-Garde. Das beinflinke Aushängeschild des Apelerner Karnevals, das sich dem noch kräftezehrenderen Turniertanz bei überregionalen Wettbewerben verschrieben hat, lässt auf den Schultern sogar die Nationalfarben Schwarz und Gold in Kombination mit Rot blinken. Ob das noch zusätzliche Jurypunkte bringt?
+++ Gerade mal eine Session hat die närrische Abstinenz von Dirk Pfingsten und seinen Mannen gedauert. Zuvor waren sie zumeist Lieblinge der zuschauenden Weiblichkeit gewesen – mit knappen Slips und artistischem Können. Fast schadenfroh grinsend kündigte Elferratspräsident Karl-Heinz Thum die sich nun als „Magic Heroes“ neu formierte Gruppe an: „Ihr habt es ja doch nur ein Jahr ohne Karneval ausgehalten.“

+++ Das sich selbst so bezeichnende „Junge Ballett“ hat für seinen diesjährigen Auftritt keine Mühen und Kosten gescheut. „Tarzan“ sollte es sein, was sie unbedingt und möglichst perfekt präsentieren wollten. Also fuhren sie sogar nach Stuttgart, um die dortige Musical-Aufführung zu erleben und sich Anregungen für die eigene Darbietung zu holen. Es blieb nicht beim Theaterbesuch: Das Wochenende wurde auch zum Shopping und zur verbesserten „Teambildung“ genutzt.  nah

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