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Inklusion ebnet Weg zum Gymnasium

Apelern/ Schulausschuss Inklusion ebnet Weg zum Gymnasium

Ein gehörloses Mädchen soll demnächst zum Gymnasium wechseln. „Die Inklusion macht das jetzt möglich“, meint Elke Jasper von der Apelerner Grundschule. Sie stellte dem Schulausschuss die offenbar erfolgreiche Inklusionsarbeit der Schule im Klassenraum des gehörlosen Mädchens vor.

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Elke Jasper stellt das Inklusions-Klassenzimmer in der Apelerner Grundschule vor.

Quelle: on

Apelern. Um dem gehandicapten Kind im Unterricht die Möglichkeit zu geben, gut mitzukommen, hat die Samtgemeinde 20 000 Euro in die Hand genommen.

Wie diese verwandt worden sind, davon konnten sich die Schulausschussmitglieder selbst überzeugen. Im Klassenraum entsteht kein merklicher Widerhall. Das liegt zum einen an der neuen Decke, zum anderen an dem Teppichboden. „Ich bin froh, dass wir so einen guten Teppichboden haben, der hält eine ganze Menge aus“, sagte Jasper.

Die Schüler würden den Klassenraum zudem nicht mit Schuhen betreten. Allerdings, bemerkte sie, sei die Beständigkeit des Teppichbodens je nach Handicap eines Kindes, auch nur gering. „Der neue Teppich ist in einem Jahr für ein schwerstallergisches Kind ein alter Teppich“, gab sie zu bedenken.

Neben der baulichen Veränderung im Klassenraum seien für das gehörlose Kind auch die technischen Neuerungen von enormen Vorteil. Auf jedem der vier Gruppentische steht ein Funkmikrofon. Die Lehrkraft selbst trägt ein Mini-Mikrofon an der Kleidung, den Funksender hängt sie sich um den Hals. Eine spezielle Lautsprecheranlage verarbeitet das Audiosignal in Echtzeit und gibt es mit einem monotonen Klang wieder.

Das Ohrmuschel-Implantat des Mädchens könne dadurch die Stimme der Lehrerin gut verstehen. Die Mikrofone würden bei Wortmeldungen von Schüler zu Schüler weitergereicht. Vormals gab es nur ein Mikrofon für die ganze Klasse. Durch eine Zuweisung von 2000 Euro konnte die Zahl auf vier Mikrofone für die Schüler erhöht werden.

Allerdings entstünde mit dem monotonen Klang der speziellen Lautsprecheranlage offenbar ein neues Problem. Mutmaßlich würde ein Junge durch den veränderten Schall verstärkt unter Kopfschmerzen leiden. Jasper habe dieses Phänomen am eigenem Leibe auf ihrer vergangenen Fortbildung zu dieser Technik gespürt. on
 

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