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Internet wieder zentrales Thema in Apelerner Ausschusssitzung

Datenautobahn Internet wieder zentrales Thema in Apelerner Ausschusssitzung

Das „Lieblingsthema“ der Rodenberger Samtgemeindeverwaltung – Internetverbindung in den kleinen Ortschaften – ist im Apelerner Ausschuss für Sport, Soziales und Fremdenverkehr erneut zur Sprache gekommen. Etwas wirklich Neues konnte Gemeindedirektor Sven Janisch zur Enttäuschung der anwesenden Kleinhegesdorfer aber nicht verkünden. Allerdings ist die Samtgemeinde weiterhin Teil des Projekts des Landkreises, in Schaumburg flächendeckend für DSL zu sorgen.

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Kleinhegesdorf (kle). Aufgekommen war das Thema in Zusammenhang mit den Diskussionen zum Spielplatz an der Lyhrener Straße, auf dem eine Skatebahn entstehen könnte. Die recht hohen Kosten eines ersten Angebots veranlassten eine Bürgerin aus Kleinhegesdorf, zu fragen, ob es denn einmal eine Umfrage unter Jugendlichen gegeben habe, was diesen wirklich wichtig wäre. Denn nach ihrer Erfahrung steht der Wunsch nach schnellem Internet im Ort über allem anderen – und das nicht nur bei den Kindern.
Als „Lieblingsthema“ der Verwaltung bezeichnete Janisch das Ganze inzwischen und versuchte ein weiteres von vielen Malen, zu erklären, dass die Gemeinde ständig und regelmäßig mit der Telekom im Gespräch sei, auf das Ergebnis aber so gut wie keinen Einfluss nehmen könne. „Wir sind nun mal kein Anbieter“, betonte er. Unverständlich sei ihm deshalb, „was manche hier raushauen“, die so tun, „als wolle das jemand verhindern“. Gemeint war Ratsherr Andreas Kölle (SPD). Dieser hatte zu Anfang bereits das zu erwartende Unverständnis von Kleinhegesdorf angemahnt, falls ein 40 000 Euro teurer Skatepark umgesetzt würde, während die dortigen Bürger noch nicht einmal richtiges Internet haben.
„Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen“, warf ihm Janisch vor, Internetausbau und der Ausbau von Spieplätzen hätten nichts miteinander zu tun. Geld sei bei der Causa Internet ja auch nicht das Problem. „Wenn wir einfach einen Knopf drücken müssten, und das Internet wäre da, würden wir es tun, und es würde keiner auf die Summe schauen“, versicherte er. Nur so funktioniere das leider nicht. Man spiele sogar schon mit dem Gedanken, auf gut Glück Leerrohre zu verlegen, nur um den Standort für Netzbetreiber attraktiver zu machen, obwohl die Gemeinde dafür gar nicht zuständig wäre.
Vor einiger Zeit hat sich der Landkreis selbst das Ziel auf die Fahnen geschrieben, die weißen Flecken in Schaumburg restlos abzudecken. An dieses Projekt hatte sich die Samtgemeinde mit Blick auf Kleinhegesdorf und Co. direkt angeschlossen. Doch die eigentlich für 2012 versprochene Lösung lasse bis heute auf sich warten, so Janisch. Auch der Umstand, dass aus der potentiellen Chance auf schnelleres Internet mit den Kabeln von Edeka nichts geworden sei, sei unglücklich, aber von der Gemeinde nicht zu ändern. „Wir sind da gebunden“, bestätigte Karl-Heinz Thum (SPD). „Ohne einen Anbieter können wir nichts machen.“

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