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Karl-Heinz Thum ist der oberste Karnevalist im Land

Apelern / Karneval Karl-Heinz Thum ist der oberste Karnevalist im Land

Keine Spur von Narretei: Mit ganz ernsthaften Themen wie Satzungsfragen und Terminen hat sich das Präsidium des Karneval-Verbandes Niedersachsen (KVN) im Apelerner Dorfgemeinschaftshaus befasst. Die Ortswahl hängt mit einer Personalie zusammen: Karl-Heinz Thum, Vorsitzender des Apelerner Karnevalclubs (AKC), übernahm vor wenigen Wochen das Amt des KVN-Präsidenten.

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Karl-Heinz Thum (rechts) mit Vorgänger Diethard Frase.

Quelle: nah

Apelern (nah). Thum steht jetzt an der Spitze von insgesamt 108 Vereinen in vier Bezirksverbänden. Die Zahl der Gemeinschaften, die zwischen Jahreswechsel und Aschermittwoch für Frohsinn sorgen, dürfte indes landesweit noch um ein Vielfaches höher sein. Vor allem in katholisch geprägten Gebieten wird auch in Niedersachsen Karneval intensiv gefeiert. Die hiesige Tradition sei sogar noch viel älter als im Rheinland, glaubt Martin Weber, Vorsitzender der landesweit organisierten Narrenjugend. Weber hat sich mit der Fastnachtshistorie beschäftigt: „Wir setzen diese Traditionen fort.“

Dafür gibt es durchaus strenge Regeln. So wird die Narrenkappe von den Offiziellen nur in den wenigen Wochen zwischen dem 11. November und dem Aschermittwoch getragen. Und auch in der Präsidiumssitzung war keine Zeit für humorvolle Reden. Im Gegenteil: Heftig wurden Verbandsbelange diskutiert, weil in 2012 eine neue Satzung verabschiedet werden muss. Ideen sucht der KVN, weitere Klubs und Vereine zur Mitarbeit auf Landesebene zu gewinnen.

Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit mit den Fachausschüssen. Experten treffen sich jeweils zu den Themen Medien, Brauchtum, Tanz und Musik. Hinzu kommt die Narrenjugend als eigenständige Organisation. Zudem mussten Termine festgelegt werden für die jährliche landesweite Karnevalsgala, Schlagerwettbewerb und Prinzentreffen.

Mit der Wahl Thums zum Präsidenten ergeben sich auch Vorteile für den eigenen Karnevalsclub und für Apelern. „Wir haben auf diese Weise einen kleinen Zeh in einer großen Tür“, glaubt der 61-Jährige, der nach eigenem Bekunden schon vor längerer Zeit zur möglichen Kandidatur befragt worden war. Doch erst mit seinem zum Jahresbeginn erfolgten Eintritt in den Ruhestand sah Thum zeitlichen Raum für das neue Ehrenamt. Dieser trat die Nachfolge von Diethard Frase an, der insgesamt 22 Jahre an der Landes-Narrenspitze tätig war.

Für den Apelerner Verein werde sich durch die künftigen Pflichten nichts ändern, hat Thum inzwischen versprochen. Auf Verbandsebene steht er nicht allein: Gerrit Lober gehört dem Medienausschuss an; Marlen Lober und Katharina Thies sind im Tanzturnierausschuss vertreten. Überregionales Engagement hiesiger Einwohner ist im Übrigen für Apelern nichts Neues: Schon seit Jahren amtiert Heinz Müller als stellvertretender Vorsitzender im Landestrachtenverband.

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