Apelern (nah). Das Übungsdomizil in der Nachbargemeinde war nicht immer frei von Konflikten gewesen. Zwar lobten die Musiker die guten räumlichen Gegebenheiten, da aber ihr Hobby durchaus auch eine akustische Belästigung sein kann, gab es nur bestimmte Zeitfenster für die Proben. Solange in den Büros nebenan gearbeitet wurde, war dies nicht möglich und auch nicht an Sommerabenden bei weit geöffneten Fenstern.
Fernab der Wohnbebauung gibt es auf dem früheren Straßenmeistereigelände solche Beschränkungen nicht. Deshalb hat der Musikverein sich für neue Wege entschieden – oder besser: für neue Töne. Gleich zwei Bands befinden sich in seinen Reihen. Fünf junge Leute haben sich als „Painless“ an jedem Freitag ab 17.30 Uhr gefunden und sehen sich mit Gitarre, Bass und Schlagzeug im „Metal“-Genre.
Ganz neu sind die zwölf und 13 Jahre alten „Young Spirits“, die sich in der Welt von Rock und Pop zu Hause fühlen und mit dem Musiker Jan Bostelmann einen versierten „Trainer“ gefunden haben. Die Gruppe könnte sich mit Gitarre und Gesang auch noch verstärken. „Geringe Vorkenntnisse würden da schon reichen“, betont Musikvereins-Vorsitzender André Günther.
Auch das Jazzensemble selbst würde sich gern weiter vergrößern. Momentan gibt es 17 Aktive im Alter zwischen 15 und 50 Jahren, die sich dienstags ab 20 Uhr treffen. „Leider ist die Fluktuation sehr hoch“, beklagt Kunze-Steiner gerade das Ausscheiden von jungen Leuten wegen Berufsausbildung oder Studiums. Deshalb wären erwachsene „Seiteneinsteiger“ willkommen oder auch Schüler und Jugendliche, die mit Grundwissen und wenigstens zwei Jahren Instrumentalerfahrung aufwarten können.
Die Ausbildung in den eigenen Reihen hat der Musikverein mangels Interesse inzwischen aufgeben müssen. Der Grund: Viele Schulen haben selbst ein solches Angebot. Ausbauen will der Musikver-ein die Reihe von Workshops. Erst kürzlich konnte ein erfahrener Saxofonist gewonnen werden.
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